Drei Frauen verklagen Google wegen unfairer Bezahlung

Drei ehemalige Mitarbeiterinnen haben Klage gegen die Google-Mutter Alphabet eingereicht. Bei gleicher Qualifikation und vergleichbarer Position hätten sie weniger verdient als ihre männlichen Kollegen. Außerdem wären sie bei Beförderungen benachteiligt worden.

Die Frauen streben eine Sammelklage an. Die würde dann alle Frauen einschließen, die in den letzten vier Jahren für Google gearbeitet haben.

"Google diskriminiert seine weiblichen Mitarbeiter, jetzt und in der Vergangenheit. Frauen bekommen ein niedrigeres Gehalt als männliche Mitarbeiter, obwohl sie die gleiche Arbeit unter den gleichen Bedingungen verrichten," steht in der Klageschrift.

Die Klägerinnen Kelly Ellis, Holly Pease und Kelli Wisuri geben an, schlechtere Positionen bekommen zu haben als gleichqualifizierte männliche Kollegen und in Folge dessen geringere Gehälter und Boni erhalten zu haben. Das widerspräche dem kalifornischen Equal Pay Act. Die Klägerinnen wollen die Differenz zu den eigentlich verdienten Gehältern und Schadenersatz. Außerdem soll Google seine diskriminierende Einstellungspolitik ändern.

Google bestreitet Diskriminierungsvorwürfe

Google bestreitet die Vorwürfe. "Wir werden uns detailliert mit dem Anlass der Klage beschäftigten, aber wir bestreiten die Anschuldigungen grundsätzlich," sagt Gina Sciglioano, eine Seniormanagerin inGoogles Kommunikationsabteilung.

Es ist nicht Googles erste Klage wegen genderdiskriminierender Bezahlung. Das US-Arbeitsministerium untersucht gerade, ob die Gehälter bei Google ungleich sind und gab Anfang des Jahres vor Gericht an, "systematische Unterschiede in der Bezahlung zu Lasten von Frauen in der gesamten Belegschaft" gefunden zu haben. Anfang des Monats veröffentlichte The New York Times Gehaltsdaten, die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen in allen Gehaltsstufen offenbarten.

 

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