Donauinselfest geht gegen sexuelle Belästigung vor

Das Wiener Donauinselfest, das von 22. bis 24. Juni über die Bühne geht, will von sexueller Belästigung betroffenen Frauen Anlaufstellen bieten.

Festivals sind oft gar keine so ungefährliche Angelegenheit - für Frauen. Denn sexuelle Belästigung bei Großereignissen, auf denen tausende Menschen durch die Gegend torkeln, ist leider so gut wie vorprogammiert. Grund genug für die OrganisatorInnen des Donauinselfests, sich des Problems anzunehmen.

Mit einer Sensibilisierungs-Kampagne und speziell geschulten MitarbeiterInnen will das Festival sexueller Belästigung entgegenwirken. Rund 650 Securitys und MitarbeiterInnen des Fests werden zum Thema geschult und am Festival klar als AnsprechpartnerInnen erkennbar sein - mit der Aufschrift "Hilfe bei Belästigung". Doch nicht nur die Securitys, auch das Gastropersonal wird auf das Thema geschult: "Wir schulen nicht nur die Securitys, sondern das geht runter bis in den Gastronomiebereich rein, so dass wirklich jeder Mitarbeiter sensibilisiert wird", sagte Thomas Waldner, Projektleiter des Donauinselfests bei der Präsentation.

Belästigung bei Großevents ein ernstes Problem

"Frauen und Mädchen sollen sich am Donauinselfest wohlfühlen und ohne Sorgen und Belästigungen feiern können", so Frauenstadträtin Kathrin Gaal (SPÖ). Neben den auffälligen Stoffbuttons, wird die Aktion auch auf allen 16 Videowalls des Inselfests mit einem kurzen Imagefilm beworben. Plakate an den öffentlichen Toiletten mit Hinweis auf den 24 Stunden Frauennotruf der Stadt Wien (+43 1 71719) sowie Aufkleber verstärken die Awareness-Kampagne.

Vergangenes Jahr berichtet etwa der "Kurier", dass sich viele Frauen auf dem Donauinselfest unsicher fühlen - und sexuelle Belästigung beim Fest ein großes Problem sei.

 

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