Donald Trump leidet laut Psychologen an dieser Persönlichkeitsstörung

Immer mehr PsychologInnen weisen darauf hin, dass der US-Präsident unter psychischen Problemen leiden könnte.

Impulsives Verhalten, Selbstverliebtheit, Größenwahn: das alles sind Charaktereigenschaften des neuen US-Präsidenten Donald Trump, die sicherlich viele von uns ratlos zurücklassen. Jetzt zweifeln auch PsychologInnen an der mentalen Gesundheit des 70-Jährigen.

John D. Gartner, Psychotherapeut, der an der Johns Hopkins University Medical School unterrichtet hat, stuft Trump im Gespräch mit "US News" als "gefährlich psychisch krank" ein - und "unfähig, Präsident zu sein". Er glaubt, dass Trump Zeichen von "malignem (bösartigem) Narzissmus" zeigt, die Kombination einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, antisozialem Verhalten mit hohem Aggressionspotenzial und einer Neigung zur Paranoia. Kennzeichnend sind krankhafte Grandiosität (Entwicklung eines nicht der Realität angemessenen Größenselbst oder Realitätsverlust) mit Herrschaftsanspruch innerhalb einer Gruppe, bis hin zu Sadismus und Hass.

"Drei Millionen protestierende Frauen? Die jucken ihn nicht."


Narzissmus ist die häufigste Ferndiagnose, die Trump von PsychologInnen gestellt wird. "Narzissmus beeinträchtigt seine Fähigkeit, die Realität zu sehen, also kann man Logik bei so jemandem nicht anwenden, um ihn zu überzeugen", sagte die Klinische Psychologin Dr. Julie Futrell gegenüber der "NY Daily News". "Drei Millionen protestierende Frauen? Die jucken ihn nicht. Berater, die sagen, dass etwas nicht funktioniert? Sind ihm egal."

Im Dezember haben drei führende Psychiater an den Ex-Präsidenten Barack Obama geschrieben und ihm ihre Sorge über den mentalen Zustand Donald Trumps mitgeteilt: "Seine oft berichteten Symptome von mentaler Instabilität - einschließlich Grandiosität, Überempfindlichkeit gegenüber Kränkungen oder Kritik, und die offensichtliche Unfähigkeit zwischen Fantasie und Realität zu unterscheiden - führen uns zum Schluss, dass wir seine Fitness für dieses Amt in Frage stellen müssen", schrieben die Professoren der Harvard Medical School und der University of California an Obama und forderten, dass sich Trump einer vollen medizinischen und neuropsychiatrischen Untersuchung unterzieht.

Direkt nach der Wahl formierte sich sogar eine Gruppe mit dem Namen "Citizen Therapists Against Trumpism", der sich tausende PsychologInnen angeschlossen hatten. Sie veröffentlichten ein Manifest, um vor Trumps Psychose zu warnen und fassten die besorgniserregenden Merkmale zusammen: "Menschen zu Sündenböcken zu machen und Gruppen von Leuten, die als Bedrohung angesehen werden, zu verbannen; Rivalen zu degradieren, lächerlich zu machen und zu erniedrigen; den Kult des starken Mannes zu pflegen, der mit Wut Eindruck machen will; die Geschichte neu zu erfinden; sich nicht um die Wahrheit zu scheren und keinen Bedarf an rationaler Überzeugung zu haben."

9 Punkte-Checkliste: Ab wann ist man ein Narzisst?


Die "American Psychiatric Association" hat eine 9-Punkte-Checkliste für Narzissmus erstellt - wenn jemand 5 oder mehr dieser Persönlichkeitsmerkmale zeigt, hat er/sie eine Narzisstische Persönlichkeitsstörung:

- Selbstherrlichkeit (z.B.: übertreibt eigene Errungenschaften und Talente, nimmt sofort an, dass er/sie als überlegen angesehen wird ohne entsprechende Errungenschaften)

- Beschäftigt sich zu sehr mit Fantasien von unlimitiertem Erfolg, Macht, Brillianz, Schönheit oder der idealen Liebe

- Glaubt, dass er/sie besonders und einzigartig ist und nur verstanden werden kann von anderen Menschen, die ebenso einen hohen Status haben

- Braucht übermäßig viel Bewunderung

- Glaubt er/sie hat einen Anspruch auf Bevorzugung oder automatische Zustimmung

- Ist zwischenmenschlich ausbeuterisch, macht sich andere zunutze, um seine/ihre Ziele zu erreichen

- Mangel an Empathie: kann und will die Wünsche und Gefühle anderer nicht erkennen

- Ist oft neidisch auf andere oder glaubt, dass andere neidisch sind auf ihn

- Arrogantes, hochmütiges Verhalten

Wenn man sich Interviews mit Donald Trump oder sein Twitter-Profil ansieht, könnte man schnell denken, dass er vielleicht zumindest fünf dieser Merkmale besitzt. Er bezeichnet JournalistInnen und KritikerInnen als "Fake News" und lässt wütende Tiraden auf sie los - während er sich nur mit Menschen umgibt, die ihn bewundern.

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Eine Frau, die in den 80er-Jahren mit Trump zusammengearbeitet hat, bestätigte gegenüber der "NY Daily News", dass sie als seine Mitarbeiterin den PsychologInnen auf jeden Fall zustimmen kann. "Heute ist es sogar noch schlimmer", stellt sie fest. Trotz allem ist aber klar: Ferndiagnosen sind immer problematisch und sollten auf keinen Fall für bare Münze genommen werden.

 

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