Dieses Signal solltet ihr kennen: Vermisstes Mädchen dank TikTok-Geste gerettet

Ein Autofahrer wird auf das entführte 16-jährige Mädchen aufmerksam, weil es eine Handgeste für häusliche Gewalt macht, die auf TikTok bekannt ist.

Dieses Signal solltet ihr kennen: Vermisstes Mädchen dank TikTok-Geste gerettet

Kentucky, USA: Ein als vermisst gemeldetes Mädchen, das sich in Not auf dem Beifahrersitz eines Autos befand, schien am Donnerstag durch das Fenster des Autos zu winken. Eine Person in einem nahe gelegenen Auto bemerkte, dass es kein gewöhnliches Winken war und erkannte es als ein Warnsignal, welches auf der Social Media Plattform TikTok verbreitet wurde.

Simple Geste, große Wirkung

Das 16-jährige Mädchen benutzte ein neues Notsignal, bei dem sie ihren Daumen in die Handfläche steckte und anschließend ihre Finger darüber schloss, wie das Laurel County Sheriff's Office mitteilte. Die von der Canadian Women's Foundation entwickelte Geste, mit der Menschen anzeigen können, dass sie von Missbrauch bedroht sind und Hilfe benötigen, hat sich im vergangenen Jahr rasant über die Videoplattform TikTok verbreitet.

Der Mann, welcher das Signal erkannt hatte, verständigte die Polizei und meldete, dass das Mädchen "in Not zu sein schien". Die Polizeibeamt*innen hielten den Wagen daraufhin auf und entdeckten das Mädchen, welches zwei Tage zuvor von ihren Eltern als vermisst gemeldet worden war.

Polizist: "Ich glaube nicht, dass einer von uns wusste, was das war, aber jetzt wissen wir es sicher"

Gilbert Acciardo, Öffentlichkeitsbeauftragter des Laurel County Sheriff’s Office, erklärte gegenüber der New York Times, dass die junge Frau das Handzeichen vermutlich einigen vorbeifahrenden gegenüber angedeutet habe. Als die Polizist*innen das Auto anhielten, hätte das Mädchen das Signal auch in ihre Richtung gemacht, sagte er. "Ich glaube nicht, dass einer von uns wusste, was das war", so Acciardo. "Aber jetzt wissen wir es sicher".

Er lobte das Mädchen dafür, diese Geste benutzt zu haben, die seiner Meinung nach ein nützliches Hilfsmittel für Opfer sein könnte, wenn sie allgemein bekannt wäre. "Das ist wahrscheinlich das Beste, was ich in den 48 Jahren, in denen ich Streifenpolizist bin, erlebt habe".

 

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