Dieses Lied macht Babys garantiert glücklich

Zwei Psychologen und eine Komponistin haben auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse über den Musikgeschmack von Babys "The Happy Song" entwickelt. Und dürften tatsächlich einen Hit geschrieben haben.

Das passenderweise "Happy Song" betiltete Stück Musikgeschichte wurde vom Entwicklungspsychologen Caspar Addyman, Mitglied des InfantLab der Goldsmith Universität London, und der Musikpsychologin Lauren Stewart entwickelt. Der Auftrag: Ein Lied komponieren, dass Babys garantiert glücklich macht.

Wie findet man heraus, welche Musik Babys mögen?

Die beiden Wissenschafter gingen äußerst, tja, wissenschaftlich an das Projekt heran - es ist ja schließlich auch ziemlich schwierig, Babys einfach zu fragen, was ihnen gefällt. Also mussten Addyman und Stewart erst herausfinden, worauf Babys stehen. Was beruhigt Babys? Welche Musik bringt sie zum Lachen?

Making Of "The Happy Song"

Bisherige Studien haben gezeigt, dass Babys klassische Harmonien in der Musik mögen, dass sie Tempo und Klangfarbe eines Lieds wiedererkennen können, dass sie weibliche Stimmen bevorzugen und dabei durchaus auch den klassischen "Baby-Sing-Sang", also ein deutliches Auf und Ab in der Stimme, mögen.

Auf Basis dieser wissenschaftlichen Ergebnisse wurde gemeinsam mit der Grammy-preisgekrönten Komponistin Imogen Heap am Song gefeilt. Für einen tatsächlichen Test mit 26 Babys im Alter von sechs bis zwölf MOnate wurden vier unterschiedliche Melodien vorbereitet, zwei schnelle und zwei langsame, jeweils mit und ohne Text. Erstaunlicherweise reagierten 20 von den 26 Babys klar auf eine Melodie besonders stark. Der Gewinner-Song wurde also in voller Länge ausgearbeitet und mit Lauten ausgeschmückt, die Babys ihren Eltern zufolge besonders mögen.

Dieser Song macht Babys glücklich - wissenschaftlich bewiesen

Letzte, wichtige Zutat des "Happy Song": Etwas, das auch Eltern Spaß macht - denn Freude ist ein soziales Gefühl, das man miteinander teilen möchte. Deshalb sind auch Kinderreime so beliebt: Es wird miteinander gesungen, getanzt, schlicht - interagiert. Der Text ist also aufgebaut wie ein solcher Reim, den die Eltern mit Gestik und Mimik füllen können.

"Wir haben definitiv einen Hit geschaffen"

Die finale Version des Songs wurde dann 20 Babys vorgespielt - 20 Kinder in einem Raum für zweieinhalb Minuten ruhig zu halten, ist an sich schon Herausforderung genug - und tatsächlich waren alle Kinder von der Musik hingerissen. Das Ergebnis hat Psychologe Addyman überzeugt: "Das war sicher nicht der wissenschaftlichste Test des Projektes, aber es hat mich definitiv überzeugt, dass wir hier einen Hit gelandet haben."

 

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