Dieser Kleine hält die Spirale seiner Mutter in der Hand

Dieses Geburtsfoto, das Mutter Lucy Hellein aus Alabama auf Instagram gepostet hat, kursiert gerade im Netz.

"Mirena [Name der Hormonspirale, Anm.] hinter meiner Plazenta gefunden." Mit diesen Worten postete eine Mutter, Lucy Hellein aus Alabama, ein sehr ungewöhnliches Geburtsfoto auf Instagram: ihr neugeborener Sohn hält ihre Spirale, die eigentlich zur Verhütung gedacht war, in der Hand.

Trotz Spirale kam der Junge nämlich gesund am 27. April zur Welt. Die Chance, dass eine Frau trotz Hormonspirale schwanger wird, liegt bei nur etwa einem Prozent. Die Geschichte dahinter ist jedoch ein wenig komplexer.

Die Spirale sei verrutscht, so Hellein. Nur drei Wochen, nachdem ihr eine neue eingesetzt worden war, ist sie schwanger geworden. Die ÄrztInnen haben die Spirale dann beim geplanten Kaiserschnitt hinter der Plazenta entdeckt und herausgeholt.

Das Baby kam also nicht mit der Spirale in der Hand zur Welt, weil im Netz Vermutungen dahingehend aufgestellt wurden. "First Coast News" berichtet, dass die Krankenschwester es ihm für das Foto in die Hand gegeben hat.

Wie sicher ist die Hormonspirale?

Der Pearl-Index für die Hormonspirale beträgt 0,16. Das ist konkret die Zahl der ungewollten Schwangerschaften, die auftreten, wenn 100 Frauen ein Jahr lang mit der Hormonspirale verhüten. In 1.200 Anwenderinnen-Monaten kommt es also durchschnittlich zu 0,16 Schwangerschaften. Zum Vergleich: Der Pearl-Index für herkömmliche Kupfer-Spiralen liegt zwischen 0,9 und 3,0.

Bei Lucy Hellein war den ÄrztInnen bewusst, dass sich eine Spirale in ihrem Uterus befindet, doch sie konnten sie nicht finden - und deshalb nicht entfernen.

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