Diesen schlimmen Effekt hat Instagram auf junge Menschen

Social-Media-Plattformen sind alles andere als harmlos, sagt eine neue Studie - und kritisiert am heftigsten die Fotoplattform Instagram.

Instagram wurde als die schädlichste Social-Media-Plattform für die psychische Gesundheit junger Menschen eingestuft, so eine neue Studie der Royal Society for Public Health und des Young Health Movements.

Für die Studie wurden 1500 junge Menschen (zwischen 14 und 24) in Großbritannien zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Sie wurden gebeten, zu bewerten, wie eine Social-Media-Plattform sie in 14 vorgegebenen Kategorien beeinflusst. Dazu gehörten Depressionen, Einsamkeit, Schlaf, Mobbing und so weiter.

Bei den Bewertungen kam heraus, dass Instagram den negativsten Effekt auf die psychische Gesundheit junger Menschen hat. Die Fotoplattform fördert demnach einen schädliches Körperbild, das Gefühl, ständig etwas zu verpassen, und hat einen schlechten Einfluss auf Schlafgewohnheiten.

  • 91 Prozent der 16-24-Jährigen nutzen das Internet zum sozialen Netzwerken
  • Soziale Medien wurden als süchtigmachender als Zigaretten und Alkohol beschrieben
  • Die Zahlen von Angststörungen und Depressionen sind bei jungen Menschen in den vergangenen 25 Jahren um 70 Prozent gestiegen
  • Die Nutzung Sozialer Medien wird mit höherer Beklemmung, Depression und schlechtem Schlaf assoziiert
  • Dennoch hat die Gemeinschaftsbildung auch einen positiven Effekt in Form von sozialer Unterstützung

Positiver schneidet Instagram in den Kategorien Selbstdarstellung, Selbstidentität und Gemeinschaftsbildung ab.

Snapchat wurde als die zweitschädlichste Plattform bewertet - vor allem wenn es um das Gefühl des Verpassens und das Thema Mobbing geht.

Facebook befindet sich in der Mitte des Rankings und hat einen schädlichen Effekt auf Schlafgewohnheiten und rangiert beim Thema Mobbing ganz weit oben. Die Plattform hat sich jedoch in Sachen emotionaler Unterstützung und Gemeinschaftsbildung als positiv herauskristallisiert.

Twitter war die zweitbeste der fünf Social-Media-Plattformen - dennoch hat auch der Kurznachrichtendienst eine Reihe von negativen Effekten auf die psychische Gesundheit: und zwar auf Schlafgewohnheiten und das Potenzial für Mobbing.

YouTube "gewinnt" im Ranking

Interessanterweise wird YouTube als die positivste Plattform angesehen. Die Gründe: Bewusstseinsbildung, Gemeinschaftsbildung und positive Selbstdarstellung.

Die ForscherInnen fordern jetzt ein Warnschild für zu starke Nutzung der Plattformen. Außerdem sollten bearbeitete Fotos markiert werden und der richtige Umgang mit diesen Plattformen bereits in der Schule zum Thema werden. Eine der Autorinnen Shirley Cramer wird so zitiert: "Soziale Medien wurden als süchtigmachender als Zigaretten und Alkohol beschrieben, und sie sind so fest verankert im Leben junger Menschen, dass es nicht mehr möglich ist, das Thema zu ignorieren, wenn man über die psychische Gesundheit junger Menschen spricht."

 

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