An diesen Anzeichen erkennst du, dass sich deine mentale Gesundheit verschlechtert

Erste Warnsignale mentaler Probleme sollte man nicht ignorieren. Weder bei sich selbst noch bei seinem Umfeld.

An diesen Anzeichen erkennst du, dass sich deine mentale Gesundheit verschlechtert

Klar, einen schlechten Tag, komische Gedanken oder starke Emotionsschübe hat jede*r mal. Das muss natürlich erst mal überhaupt nichts heißen. Was aber, wenn die Stimmung schon seit längerem unausgeglichen ist oder du dich und dein Verhalten bzw. das einer nahestehenden Person kaum wiedererkennst? Vielleicht sind es Anzeichen, dass es jemandem gerade mental nicht so gut geht und es besser wäre, die Sache etwas genauer zu betrachten und nicht zu ignorieren.

Diese Warnzeichen solltest du kennen:

1. Schlafprobleme

Du wälzt dich nachts hin- und her und kriegst kein Auge zu? Die Gedanken kreisen und du würdest gerne einfach nur abschalten? Unser Schlaf hängt eng mit unserer (psychischen) Gesundheit zusammen - so kann er helfen, sie zu verbessern, oder aber er ist Anzeichen dafür, dass es mental grad nicht so gut geht. Etwa, wenn du einfach nicht einschlafen kannst, obwohl du eigentlich wahnsinnig müde bist.

2. Appetit-Veränderungen

Seit einiger Zeit bekommst du kaum einen Bissen herunter oder aber könntest alles in dich hineinschaufeln, was dir in die Quere kommt? Auch Appetitveränderungen können Hinweis auf psychische Verschiebungen sein und sollten ernstgenommen werden.

3. Keine Lust auf gar nix

Wenn du keine Energie oder Begeisterung für die Dinge aufbringen kannst, die dir normalerweise Spaß machen, und regelmäßig Pläne absagst, solltest du dies als mögliches Warnzeichen verstehen.

Natürlich ist es wichtig, seine Grenzen und Kapazitäten zu kennen. Oft dauern solche Symptome auch nur ein paar Tage an und vergehen dann von selbst wieder. Ist das allerdings nicht der Fall, sei es sinnvoll besser früher als später Maßnahmen zu ergreifen und mit jemandem darüber zu sprechen, rät Psychologe Dr. Antonis Kousoulis auf healthdirect.com.

4. Der Sexdrive nimmt ab

Gerade bei depressiven Verstimmungen kann sich das Desinteresse am Alltagsleben auch auf das Schlafzimmer ausweiten. Fühlst du dich schon eine Weile ständig zu erschöpft für Sex oder auf einmal schrecklich unattraktiv oder möchtest keine Berührungen vom*von der Partner*in spüren, könnte das ebenfalls Grund sein, ein bisschen genauer hinzusehen.

Es kann im Gegenteil aber auch passieren, dass du einen starken Anstieg des Sexualtriebs feststellst und auf einmal gar nicht genug bekommen kannst (mögliches Anzeichen für einen manischen Schub). Veränderungen in beide Richtungen können ein Anzeichen für eine psychische Erkrankung sein und sollten nicht missachtet werden.

5. Emotionale Empfindlichkeit

Wenn dich normalerweise kaum etwas aus der Fassung bringt, du aber seit einiger Zeit plötzlich wegen Kleinigkeiten weinen musst oder ständig kurz davor bist, die Beherrschung zu verlieren, könnte dies ebenfalls darauf zurückzuführen sein, dass sich deine psychische Gesundheit verschlechtert.

Beobachte deine Stimmung weiterhin und scheue dich nicht davor, mit jemandem über deine Gedanken und Empfindungen zu sprechen.

6. Du fühlst dich wie eine Last

Depressive Gedanken sagen uns, dass wir eine Last sind und einfach still und leise aus dem Leben aller verschwinden sollten. Vielleicht sagst du immer mehr Pläne ab und ziehst dich quasi ins selbstgewählte Exil zurück. Gerade wenn es einem psychisch schlecht geht, ist es wichtiger denn je, sich mit verständnisvollen Menschen zu umgeben.

"Menschen, die uns unterstützen und aufmerksam zuhören, sind sehr wichtig", erklärt Dr. Kousoulis. Genauso wichtig sei es aber auch für Nahestehende, ein Gleichgewicht zwischen der Hilfe, die man anbieten kann, und dem Wissen um die eigenen Grenzen zu finden, wenn jemand sofortige professionelle Hilfe benötigt.

 

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