Diese Wundererde lässt Pickel über Nacht verschwinden

Braun, matschig - nein, schön sieht Heilerde meist nicht aus. Doch der "Gatsch" hat es in sich: Für innen und außen ist Heilerde für seine gesundheitsfördernde, heilende und sogar schön machende Wirkung bekannt. Wir zeigen, wie Sie das braune Etwas verwenden können.

Schon die alten Ägypter haben sich in heißen Nilschlamm gewickelt, um Krankheiten abzutöten. Der römische Arzt Plinius nutzte wiederum erhitzten Quellschlamm bei chronisch-entzündlichen Verletzungen. Das Wissen um die Heilkraft von Lehm- und Ton-Erde ist also nichts Neues. War es auch nicht, als in der Neuzeit medizinische Kapazunder wie Sebastian Kneipp oder der „Lehmpfarrer" Emanuel Felge Heilerde als "bestes Heilmittel der Natur" verwendeten. Der Ausdruck stammt übrigens von Adolf Just, der Anfang des vergangenen Jahrhunderts den ersten Heilerde-Vertrieb gegründet hat. "Seine" Heilerde ist auch das, wie noch heute unter dem Begriff verstanden und am häufigsten eingesetzt wird.

Inhaltsstoffe & Wirkung


Es ist eine Art Wunderwaffe, die Erde aus zerriebenem Naturgestein wie Löss oder Ton. Sie enthält null Chemie, dafür aber umso mehr lebenswichtige Mineralien und Spurenelemente:

  • Eisen
  • Kalzium
  • Kupfer
  • Natrium
  • Phosphor
  • Silizium
  • Zink
  • Selen.
  • Kalium
  • Magnesium
  • Chrom

So vielfältig die Inhaltsstoffe sind, so breit gefächert ist auch die Wirkung:

  • bei Schwellungen und oberflächlichen Wunden
  • bei Akne, Insektenstichen oder auch bei Cellulite
  • bei Magen-Darm-Problemen, Durchfall und Sodbrennen
  • gegen Akne
  • bei Gelenkschmerzen

Wie innen, so außen


Unterschieden werden muss zwischen Heilerde zur inneren und äußeren Anwendung. Letzterer wird vor allem ein kühlenden Effekt nachgesagt. Auf die Haut aufgetragen zieht sie die Gefäße zusammen und regt so die Durchblutung an. An den Geruch, der meist unangenehm an Pfützen oder Moor erinnert, muss man sich aber gewöhnen. Genauso wie an den erdig-sandigen Geschmack, wenn man Heilerde vor allem zur Entschlackung oder im Rahmen von Fastenkuren innerlich einnimmt. Dieser fällt weniger stark aus, wenn man die Erde nicht in Pulver-, sondern in Kapselform kauft. Erhältlich ist beides in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern.

Auf Seite 2 verraten wir ein paar Rezepte zur inneren und äußeren Anwendung >>

Heilerde-Maske gegen Akne:

Verrühren Sie etwa 2 bis 3 Esslöffel Heilerde (Achtung: antibakterielle Heilerde verwenden!) mit wenig Wasser zu einem streichfähigen Brei verrühren. Diesen tragen Sie etwa 0,5 cm dick auf das Gesicht. Mit einem dünnen Tuch bedecken und die Heilerde solange wirken lassen, bis sie trocken und bröselig wird. Das dauert etwa dreißig Minuten, danach mit lauwarmen Wasser abspülen (am besten unter der Dusche).

Bei chronischen Beschwerden wie Akne zwei- bis dreimal wöchentlich anwenden.

Aufgrund der hohen Saugwirkung der Heilerde, kann die Haut sich danach trocken anfühlen. Dagegen hilft Jojobaöl, fettige Cremen hingegen bitte vermeiden! Bei besonders trockener Haut können Sie auch die Maske selbst schon mit dem feuchtigkeitsspendenden Jojobaöl anmischen.

Fastentrunk:

Lösen Sie dazu ein bis zwei leicht gehäufte Teelöffel in einem Glas Wasser (ca. 200-300 ml). Rühren Sie mit einem Löffel die Heilerde gut auf. Trinken Sie dieses Wasser am besten in einem Zug aus. Füllen Sie das Glas nocheinmal mit etwas Wasser, damit Sie die verbliebenen Reste der Heilerde noch mitbekommen. Halten Sie für "danach" noch ein Glas Wasser bereit, mit dem Sie den Mund ausspülen können, damit Reste der Heilerde zwischen den Zähnen nicht so knirschen.

Heilerde-Bad:

Um gereizte Haut zu beruhigen, sollen acht Esslöffel Heilerde für ein Vollbad verwendet werden. Baden Sie darin ca. 30 Minuten. Die Haut wird sich schon nach kurzer Zeit weicher anfühlen, danach wieder mit Jojobaöl anfeuchten.

 

Aktuell