Diese Tipps sollte man beachten, damit Gegrilltes wirklich schmeckt

Bratwürste grillen kann jeder. Aber wie gelingen Gemüsespieße, vegetarische Burger und Fisch auf dem Rost? Die wichtigsten Tipps in der Übersicht.

Die Grillsaison läuft auf vollen Touren. Dabei kommen heute vielfach nicht nur klassische Bratwürste und Steaks auf den Rost. Auch Gemüse, Tofu und Fisch lassen sich gut über der Glut zubereiten. Und auch das Dessert kommt in dieser Saison vom Grill:

Vegetarisch grillen

Als Grillgemüse eignet sich zum Beispiel Pak Choi, eine milde Kohlart aus Asien. Der Kohl wird dafür längs halbiert und von jeder Seite rund zwei Minuten gegrillt. Als Würze kann man ihn mit Sojasauce bestreichen, salzen und pfeffern. Fertig ist der Pak Choi, wenn sich der Grillrost auf der Oberfläche abzeichnet und die Blätter an den Rändern knusprig sind.

Wer Lust auf Burger hat, kann aus Pilzen einen vegetarischen Patty machen. Dafür würfelt man zunächst trockene Semmeln und beträufelt sie in einer Schüssel mit Milch. Danach die Champignons putzen, würfeln und zusammen mit Zwiebeln und Knoblauch zu den Brötchenstücken geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und zu kleinen Laibchen formen. In acht Minuten sind die Laibchen auf dem Grill gar. Sie schmecken pur oder im Burgerwecken.

Wer Tofuwürstel oder Seitansteak grillt, muss vor allem schnell sein - denn sie verbrennen leicht. Die Tofuwurst ist am besten am Rand des Grills aufgehoben. Tofu und Seitan sind sehr hitzeempfindlich. Gemüsespieße aus Melanzani, Paprika und Zucchini bekommen am meisten Geschmack, wenn sie einige Stunden vor dem Grillen in Öl, Salz, Pfeffer und Kräutern mariniert werden. Noch pikanter wird es mit Chili und Knoblauch.

Fisch grillen

Fisch braucht keinen Schnickschnack. Wenige Gewürze und frische Kräuter reichen aus, um Bratwurst und Steak zu toppen. Besonders gut ist es, wenn die Bauchhöhle ganzer Fische mit Rosmarin, Thymian oder Petersilie gefüllt ist. Kochbuchautor Reinhard Hess mag das zarte Anisaroma französischen Estragons.

Werden Fisch und Fleisch zusammen gegrillt, sollten sie in getrennten Zonen auf den Rost. Auf der Fischseite sollte man nicht zu heiß grillen, sondern langsam garen. Kommt nur Fisch auf den Grill, sollte der Rost mehr Abstand zum Feuer haben als mit Fleisch.

Richtig würzen

Wer ohne Fleisch grillen will, darf die Marinade nicht vergessen. Aromatisch wird es mit einer Mischung aus Olivenöl, Salz und Pfeffer mit verschiedenen Kräutern wie Salbei, Rosmarin und Thymian. Damit die Marinade nicht in die Glut tropft, das eingelegte Grillgut am besten auf einer doppelt gefalteten Alufolie oder in einer Grillschale garen.

Passenden Wein wählen

Zu gegrilltem Fisch passt auch gut ein Rotwein. Denn durch das Grillen entstehen intensivere Röst- und Raucharomen als in der Pfanne. Passende Begleiter sind zum Beispiel Spätburgunder oder fruchtiger Sankt Laurent. Sie besitzen wenig Gerbstoffe und eine feine Frucht, so dass sie den Fisch nicht übertönen.

Sind die Röstaromen des Grillfleischs intensiver, greift man besser zu Blaufränkischem, der mehr Gerbstoffe enthält. Er harmoniert perfekt mit gegrilltem Rindersteak oder Lammkoteletts. Als Begleiter zu marinierten Schnitzeln oder Steaks von Schwein oder Pute empfiehlt sich ein kräftiger Riesling oder ein trockener Rosé.

Dessert nicht vergessen

Pfirsiche eignen sich sehr gut zum Grillen: Der in ihnen enthaltene Zucker karamellisiert über der Hitze, und das Aroma kommt so besonders zur Geltung. Oft reicht schon die Restwärme der Kohlen aus. Wem die gegrillten Früchte alleine zu puristisch sind, verfeinert das Ganze beispielsweise mit Frischkäse oder Topfen. Dazu werden Frischkäse, etwas Schmand, ein Esslöffel Limettensaft und ein halber Teelöffel abgeriebene Limettenschale mit einer Prise Salz und einem Esslöffel Staubzucker gemischt und auf die Pfirsichhälften gegeben.

Süß und köstlich wird es auch mit Erdbeeren und Marshmallows. Auf einen Spieß gesteckt, wird daraus ein schnelles Dessert vom Grill. Für vier Personen reichen 350 Gramm Erdbeeren und etwa 200 bis 250 Gramm Marshmallows. Sie werden abwechselnd auf den Spieß gesteckt und unter Wenden 20 Minuten gebraten, bis die Schaumzuckerstücke goldbraun sind. Wer es noch süßer will, kann am Schluss über die Spieße etwas Honig träufeln.

 

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