Diese Sonnenschutz-Regeln sollten alle Eltern kennen

So unterscheidet sich UV-Schutz für Babys und Kinder von Sonnenschutz für Erwachsene.

Dass ultraviolette Strahlung für die Hautgesundheit gefährlich ist, wissen wir längst. Und dass Kinderhaut besonders sensibel ist, wissen wir ebenfalls. Aber kennst du wirklich alle wichtigen Details? Ein Sonnenschutz-Check für die Kleinsten:

+ Geringer Eigenschutz Der hauteigene UV-Schutz entwickelt sich im Laufe des Lebens. Erst ab circa dem 15. Lebensjahr ist er vollständig ausgeprägt. Die dünne Hornschicht von Babys hat sogar noch gar keinen Eigenschutz, so dass UV-Strahlen ungehindert, tief und aggressiv eindringen können. Kinder und Babys sollten daher immer(!) vor Sonne geschützt sein.

+ Keine Creme für Babys?Beim Thema Babys und Sonne gibt es nach wie vor viele Unsicherheiten. „Bis zum Alter von einem Jahr sollen die Kleinen ausschließlich im Schatten bleiben", heißt es oft. Wer aber schon einmal mit einem aufgeweckten Krabbelkind im Urlaub war, weiß dass dieses Schattendasein schlichtes Wunschdenken ist. Aber darf man so kleine Kinder überhaupt eincremen? Man darf, aber nur mit speziellen Baby-Sonnencremes (zugelassen ab 3 Monaten), die keine Farb- und Duftstoffe haben und ausschließlich auf mineralische Filter setzen.

+ SPF: Je höher, desto besser Empfindliche Kinderhaut sollte grundsätzlich mit dem höchsten Lichtschutzfaktor (SPF 50) geschützt werden.

+ Wasserfestigkeit lohnt sich Nicht nur beim Planschen im Wasser, sondern auch durch den Schweiß beim wilden Spielen, kann cremiger Sonnenschutz abgetragen werden. Bei Kindern sollten daher immer wasserfeste Schutzprodukte verwendet werden.

+ Nachcremen hilft nur bedingt Der Schutzumfang einer Sonnencreme ist zeitlich begrenzt. Je geringer der SPF ist, desto kürzer ist der Schutzzeitraum. Dieser lässt sich auch nicht(!) durch erneutes Nachcremen verlängern. Gelegentliches Nachcremen ist gerade bei Kindern aber dennoch sinnvoll, um mögliche Sicherheitslücken, die z.B. durch reibende Kleidung oder Schweiß entstanden sind, zu schließen.

+ Unbedingt abduschen Kinderhaut fühlt sich ohne Fremdstoffe am wohlsten. Damit es nicht zu Irritationen kommt, sollte das UV-Schutzprodukt nach dem Sonnenbad unbedingt gründlich abgewaschen werden.

+ Kopfhaut und Augen nicht vergessen Feine Kinderhärchen schützen die empfindliche Kopfhaut noch nicht umfänglich genug vor ultravioletter Strahlung. Ein Sonnenhut mit Nackenteil und Schirmchen ist daher nicht nur ein sinnvoller Hautschutz, sondern bietet auch den sonnenempfindlichen Augen etwas Schatten und Schutz. Noch ein Tipp: Auch das Tragen UV-resistenter Sonnenbrillen ist bei Kindern angebracht, da die Netzhaut keinen Eigenschutz gegenüber UV-Strahlung hat.

 

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