Diese Promis sprechen offen über Depressionen

Um das Stigma gegenüber mentalen Erkrankungen abzubauen ist es wichtig, offen darüber zu sprechen. Diese Prominenten machen aus ihren Depressionen kein Geheimnis.

Diese Promis sprechen offen über Depressionen

Immer mehr Stars gehen mit ihren psychischen Erkrankungen an die Öffentlichkeit - und brechen damit Tabus. Das ist wichtig, denn wir müssen offen über mentale Gesundheit sprechen, und zwar ohne zu verurteilen.

Diese Schauspieler*innen und Sänger*innen haben offen darüber geredet, dass sie mit Depressionen leben (oder gelebt haben) und zeigen damit anderen Betroffenen, ihr seid nicht allein und vor allem: Es lohnt sich, Hilfe zu holen.

1. Kelly Clarkson

In einer Episode der Kelly Clarkson Show teilte die Sängerin Gast Demi Lovato mit, dass sie selbst unter Depressionen leidet. "Ich glaube, viele Menschen, vor allem im Showgeschäft, sind darauf trainiert, immer weiterzumachen und sich einzureden: 'Du schaffst das schon'. Vor allem als Frau heißt es: 'Lass sie nicht sehen, dass du schwitzt.'" Der Umgang mit ihrer Depression sei für Clarkson eine "tägliche Aufgabe, an der ich arbeite".

2. Jim Carrey

Jim Carrey kennen die meisten als lustigen Blödler aus Komödien wie Der Grinch oder Bruce Allmächtig - was viele Menschen nicht über den Komiker wissen, ist, dass den Großteil seines Lebens mit Depressionen zu kämpfen hatte. In einem Interview mit 60 Minutes sprach er über seine Erfahrungen mit Depressionen und gab zu, dass er regelmäßig mit einem Psychiater sprechen würde und Antidepressiva nehme. "Es gibt Gipfel und Täler", so der Schauspieler.

3. Winona Ryder

"Ich bereue es nicht, dass ich mich über meine Depressionen geäußert habe, denn es klingt wie ein Klischee, aber ich habe Frauen erlebt, die zu mir kamen und sagten: 'Das hat mir so viel bedeutet'", sagte die Schauspielerin 2016 gegenüber The Cut. "Es bedeutet so viel, wenn man erkennt, dass jemand eine wirklich schwere Zeit hatte und sich schämte und versuchte, diese ganze Sache zu verbergen."

4. Nora Tschirner

Auch die deutsche Schauspielerin Nora Tschirner (Keinohrhasen, Tatort) lebte viele Jahre mit Depressionen. Offen darüber zu sprechen traute sie sich allerdings lange nicht. "Meine erste depressive Episode hatte ich schon mit 18, aber vor zehn Jahren kam der Tiefpunkt", sagte die 39-Jährige dem"Süddeutsche Zeitung Magazin". Als Symptome nannte sie Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Angst und Schlaflosigkeit. Mittlerweile war sie in Behandlung und wüsste, mit der Erkrankung umzugehen. Ihr sei es wichtig, das Stigma um Depressionen abzubauen, weshalb sie mittlerweile offen übe ihre Erfahrungen spricht.

5. Prince Harry

In einem Interview mit dem Telegraph aus dem Jahr 2017 sprach Prinz Harry über das "völlige Chaos", das er zwei Jahrzehnte nach dem Tod seiner Mutter erlebte, nachdem er jahrelang geleugnet hatte, dass er mit seiner Trauer zu kämpfen hatte.

Als er verletzten Soldaten und Soldatinnen zuhörte, die über ihre eigenen psychischen Probleme sprachen, änderte sich sein Verständnis. Mittlerweile setzt er sich aktiv dafür ein, das Stigma gegenüber psychischen Erkrankungen zu abzubauen. "Ich weiß, dass es von großem Nutzen ist, über seine Probleme zu sprechen, und dass es nur noch schlimmer wird, wenn man es verschweigt", sagte er.

In der Serie The Me You Can't See spricht er gemeinsam mit Oprah Winfrey und anderen Celebrities über psychische Erkrankungen (mehr dazu hier).

6. Adele

Auf die Frage, ob sie gern noch ein zweites Kind hätte, sagte Sängerin Adele 2016 in einem Interview mit Vanity Fair: "Ich habe zu viel Angst. Ich hatte nach der Geburt meines Sohnes eine schlimme postpartale Depression, und das hat mir Angst gemacht ... Ich habe lange mit niemandem darüber gesprochen". Sie fügte hinzu: "[Wochenbettdepression] kann auf viele verschiedene Arten auftreten. Ich habe mir schließlich gesagt, dass ich mir einen Nachmittag in der Woche gönne, an dem ich ohne mein Baby tun kann, was immer ich will."

7. Cara Delevigne

Model und Schauspielerin Cara Delevingne sprach in einem Interview mit The Edit über ihre Depressionen als Teenager und gab zu, dass sie eine Auszeit von der Schule nehmen musste, um sich behandeln zu lassen. "Ich fühlte mich entfremdet und allein, weil ich mich fragte, was mit mir los ist", sagte sie. "Ich hasste mich dafür, dass ich depressiv war, ich hasste diese Gefühle". Seitdem hätte sie den Weg zu einem gesünderen Leben gefunden.

8. Selena Gomez

In der Talkshow Live with Kelly and Ryan erzählte Sängerin und Schauspielerin Selena Gomez 2019, dass sie sich durch Social Media viele Jahre stark unter Druck gesetzt gefühlt habe: "Es ist ungesund geworden. Ich denke, dass junge Menschen - mich eingeschlossen - viel zu viel Zeit damit verbringen, sich Kommentare zu Herzen zu nehmen. Es hat mich depressiv gemacht. Es hat dafür gesorgt, dass ich mich schlecht fühlte und mich und meinen Körper anders wahrgenommen habe."

Gomez hätte es schließlich geholfen, in Therapie zu gehen, offen über ihre psychische Erkrankung zu sprechen und sie nicht länger zu tabuisieren: "Ich denke, es ist weniger beängstigend, wenn du darüber sprichst. Es ist eine Form der Freiheit, die ich erreicht habe, als ich es getan habe", erklärte sie beim Teen Vogue Summit.

 

Aktuell