Diese Mutter will sich nicht länger für ihren After-Baby-Body schämen

Seit 18 Jahren kämpft Sabrina Ewell mit ihrem Selbstbewusstsein. Doch sie hat nun zu sich gefunden und macht ein starkes Statement für Selbstliebe.

Die meisten Frauen kämpfen eigentlich ihr Leben lang mit ihrem eigenen Körperbild, doch für viele ist die Zeit nach der Geburt eine besonders harte Phase. Während Medien und Berühmtheiten einen Mythos rund um den perfekten "After-Baby-Body" verbreiten, laut dem der eigene Körper durch die Geburt am besten überhaupt keine Veränderung durchmachen soll, ist es schwierig, sich mit neuen körperlichen Gegebenheiten anzufreunden.

18 Jahre Selbstzweifel

Sabrina Ewell kämpfte 18 Jahre lang mit ihrem Körperbild, bis sie entschied, endlich loszulassen, und ihren Körper so anzunehmen, wie er ist. In der Schwangerschaft mit ihrem ersten Sohn dehnte sich die Bauchdecke so sehr aus, dass sie nie wieder richtig straff wurde und Sabrina seit nunmehr 18 Jahren einen faltigen Bauch hat. Das kratzte an ihrem Selbstbewusstsein. Bis sie eine Bewusstseinswandlung durchmachte, ihre Gedanken neu ordnete und lernte, sich selbst zu lieben.

"Ich kann mich jetzt selbst lieben"

Um ihre neu gewonnenes Glück zu feiern, ließ sie ihren Körper von einem professionellen Fotografen fotografieren. "Ich konnte immer nur die negativen Aspekte an meinem Körper sehen, wenn ich mich selbst im Spiegel betrachtete. Ich habe mich von gesellschaftlichen Erwartungen auf etwas reduzieren lassen, was ich nicht wirklich bin", hat die Frau dem Online-Portal "Scary Mommy" erzählt. Als sie sich die Fotos im Nachhinein ansah, stach ihr Bauch am meisten hervor. Ihre Gefühlte dazu teilte sie auf Instagram.

"Tief atmen ... das bin ich ... in meiner ganzen, 19-jahre alten Geburtspracht. Ich bin so viele Jahre mit diesen Sorgen herumgelaufen. Aber ich habe die letzten zwei Jahre auf einer Reise zu mir selbst verbracht, ich habe meine Gedanken neu geordnet und zu meinem authentischen Selbst gefunden. Ich versuche nicht mehr mich gesellschaftlichen Normen anzupassen. Auch in Bikinis bin ich ohne Entschuldigungen einfach ich selbst. Ich mache Handstände am Strand, weil ich es kann und großartig bin. Ich brauche keine Photoshop-Bilder mehr. All das betrifft mich einfach nicht mehr"

Deep breath... So this is me... in all my 19 year postpartum glory... I thought this was baggage for so many years. Contemplated tummy tucks numerous times. Had people give me home remedies to "fix" it that never worked. Felt ashamed because I didn't look like societal norms... But I've been on a journey of self-discovery for the last 2 years, and the universe has lined me up with thoughts, circumstances, and people that have allowed me to connect with my authentic self. I no longer look to societal norms to define who the fuck I am. I am unapologetically me in my bikinis as I do handstands on the beach because I'm the shit. Fuck your photoshopped imagery because your bullshit no longer applies to me. ✌🏽 #Repost @expressionsuntold___ with @repostapp ・・・ Why be ashamed? A life grew inside of you that gives humanity hope of change. You felt things that I as a man will never understand. Even when you first held your baby girl or boy it was nothing similar to when they lay in their father's hands. Your body changed and so did you. It became a look into the past of what you went through. You grew mentally and emotionally and your spirit was taken to places you didn't think it would ever go. Your breasts may sit differently. Your ass may not be as thick as it once was. But why should it be when you gave so much of yourself to help all of us. A sacrifice of sorts if you choose to see it that way. But to me your body now is exactly how it's supposed to be. So don't be ashamed. Don't hide your changes from the world that you and your sisters helped create. Be proud of your story. Be proud of your lines. Be proud of who you've chosen to be.. . . Muse: @sereneradianceyoga Photo by @expressionsuntold___ #sereneradianceyoga #blackgirlmagic #notashamed #motherhood #stretchmarks #society #selfhatred #selflove #blessed #tigerstripes #badgeofhonor #postpartum #postpartumbody #pregnancy

Ein Beitrag geteilt von Serene Radiance Yoga (@sereneradianceyoga) am

Die Zahl der an Essstörungen Erkrankten hat sich in den letzten 20 Jahren verzehnfacht, 90 bis 97 Prozent der Betroffenen sind Mädchen bzw. junge Frauen. "Ich will, dass sich Frauen so lieben und annehmen, wie sie sind, mit all dem was sie haben und nicht haben. Ich hoffe, ich kann dabei helfen, den gesellschaftlichen Blick darauf, was normal ist, zu öffnen. Könnt ihr euch vorstellen, wie viele Jahre der Selbstzweifel ich vermeiden hätte können, wenn ich einen Bauch, der so ähnlich aussieht wie meiner, im Internet oder dem Fernsehen gesehen hätte?"

Wir werden permanent mit Bildern bombardiert, die uns sagen, dass wir nicht gut genug sind. Dann bekommen wir Kinder und müssen einem neuen Set an Schönheitsstandards genügen - und innerhalb weniger Wochen wieder in denselben Körper zurückfinden, den wir davor hatten. Wozu? Um anderen zu gefallen?

"Genug war genug", so Ewell. "Ich habe eine Geschichte zu erzählen und kann nur hoffen, dass die Menschen mir zuhören."

Aktuell