Diese Modeketten zahlen indischen Textilarbeiterinnen am wenigsten

Die Mitarbeiterinnen müssen sich wegen ihrer niedrigen Löhne sogar verschulden.

Wenn es um faire Bezahlung geht, verschließen viele KonsumentInnen beim Kleidungskauf gerne beide Augen. Dass das für die TextilarbeiterInnen in den Produktionsländern fatale Folgen hat, zeigt eine neue Studie der "Clean Clothes"-Kampagne.

Demnach zahlen Modeketten wie C&A derart niedrige Löhne, dass sich deren indische TextilarbeiterInnen, die überwiegend Frauen sind, sogar verschulden müssen, um überleben zu können. Die Belegschaft von zehn Produktionsanlagen mit 3100 männlichen und 11500 weiblichen MitarbeiterInnen rund um die Stadt Bangalore ist zu 70 Prozent verschuldet, heißt es in dem Bericht.

Niedriger Monatslohn und der Kampf ums Überleben


Der Monatslohn beträgt in etwa 90 Euro - ein Drittel des Existenzminimums in Indien. Der Lebensunterhalt könne mit so einem Gehalt unmöglich bestritten werden, kritisieren NGOs. Um Geld zu sparen, nehmen die MitarbeiterInnen sogar stundenlange Fußwege zur Arbeit in Kauf.

Die untersuchten Produktionsanlagen beliefern auch die Modefirmen G-Star, Scotch & Soda, MEXX Europe, Coolcat, The Sting, McGregor Fashions, Suitsupply und WE Fashion.

 

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