Diese Art von Chefs neigen eher dazu, Frauen zu befördern

In einer Studie wurde nun herausgefunden, was in vielen Fällen der dafür ausschlaggebende Grund ist, ob Frauen bei der Beförderung übergangen werden oder nicht.

Wenn Frauen in der Beförderungsreihe übergangen werden, hat das längst nichts mehr mit individuellen Preferenzen oder Sexismus von Einzelnen zu tun, sondern funktioniert nach System.

Wie eine neue Untersuchung der University of Michigan und der Temple University unter den Top 200 Kanzleien in den USA nun herausfand, sind es nämlich Männer mit -Überraschung- besonders konservativer Haltung, die Frauen nicht befördern.

Konkret sah man sich in der Studie 200 Anwaltskanzleien an und fand heraus, dass die Männer, die an die republikanische Partei spendeten, viel seltener Frauen beförderten, als diejenigen, die die Demokraten mit Geld unterstützten.

Gehaltsunterschiede noch größer

Die Studien-LeiterInnen gingen sogar soweit und meinten in der Washington Post: "Geschlechterbezogene Unterschiede bei Beförderungen sind bei konservativen Chefs fast doppelt so groß wie bei Chefs, die als liberal gelten."

Prinzipiell werden Frauen laut dem Bericht in der Washington Post bereits um knapp die Hälfte weniger oft befördert als Männer. Schaute man sich die Statistik unter konservativen Chefs an, erhöhte sich die Rate sogar auf 80 Prozent. In den Untersuchungen fanden die Forscher auch heraus, dass umso weniger Frauen als Partner in die Kanzleien befördert wurden, je mehr Geld an die Republikaner gespendet wurde.

Das bedeutet also, dass konservative Haltungen nicht nur in der Theorie den Fortschritt hemmen, sondern auch im realen Leben von Frauen eine entscheidende und einschneidenende Rolle spielen.

Das "schwarze Schafherdensystem"

Es ist in diesem Fall also besonders wichtig anzuerkennen, dass es sich nicht um "schwarze Schafe" sondern eher um ein "schwarzes Schafherdensystem" handelt, das Frauen daran hindert aufzusteigen.

Und, dass nicht deswegen so wenige Frauen in Führungspositionen sitzen, weil es nicht genug geeignete Anwärterinnen gibt, sondern weil diese einfach nicht in höhere Positionen gelassen werden.

Aktuell