Diese 5 Hautkrankheiten sehen aus wie Pickel

Uff, schon wieder das halbe Gesicht voller Pickel und unreine Haut und nichts hilft? Das könnte daran liegen, dass es sich gar nicht um Akne handelt.

Akne und unreine Haut quälen viele Menschen weit bis ins Erwachsenenalter. Viele Behandlungsversuche schlagen oft nicht an - weil es sich bei der Hautkrankheit gar nicht um Akne handelt!

Da hilft auch die 482. Reinigungsmaske nichts: Unebenheiten und Unreinheiten, die sich zwar wie Pickel anfühlen und auch irgendwie so aussehen, aber keine sind, brauchen eine andere Art der Pflege und Behandlung.

Wir haben die Fakten zu den fünf häufigsten Akne-Doppelgängern und was du dagegen tun kannst.

Die fünf häufigsten Hautkrankheiten, die mit Pickeln verwechselt werden

Rosacea

Rosacea ist eine entzündliche Hautkrankheit, die oft durch Hormon- oder Temperaturschwankungen, Rotwein, Koffein oder stark gewürztest Essen ausgelöst wird.

Betroffene haben Rötungen an den Wangen und auf der Nase, als wären sie zu lange in der Sonne gewesen. Die Haut fühlt sich anders an, sie wird dicker. Kleine Blutgefäße sind plötzlich sichtbar und pickelartige, entzündete Erhebungen entstehen unter der Haut. Außerdem könnten die Augen tränen.

Was man gegen Rosacea machen kann

  • Versuch herauszufinden, was einen Schub auslöst und (so traurig das jetzt klingen mag) vermeide es in Zukunft so gut wie möglich.
  • Verzichte auf eine zu überbordende Beauty-Routine - greife lieber zu einem sanften, pH-neutraler Cleanser und trage jeden Tag Sonnenschutz auf.
  • Verwende keine Produkte mit Peeling-Effekt und Toner oder Gesichtswasser mit Alkoholgehalt.
  • Sprich mit deinem Hautarzt über die Rötungen und sichtbaren Blutgefäße - das Hautbild kann mit verschiedenen Lichttherapien oder (in schlimmeren Fällen) Antibiotika verbessert werden.

Milien

Die Gerstenkörner, wie sie auf Deutsch heißen, sind Microzysten aus Keratin. Sie sind oft genetisch bedingt, können aber auch durch Sonnenschäden, eine unzureichende Hauterneuerung oder Produkte, die die Poren verstopfen, entstehen. Sie sehen aus wie kleine, weiße Pickelchen und lassen sich nicht ausdrücken.

Was man gegen Milien machen kann

  • Die Haut regelmäßig peelen. So können die Poren weniger leicht verstopfen.
  • Einfach abwarten - oft verschwinden Milien ganz von allein.
  • Bist du zu ungeduldig, kannst du die kleinen Körnchen mit einer Nadel und ein bisschen Vorsicht auch selbst entfernen. Hier haben wir eine Anleitung für dich: >> So wirst du Milien in vier Schritten wieder los

Follikulitis

Die winzigen, roten Pickelchen sind eine Entzündung des oberen Anteils eines Haarbalgs. Sie treten an allen behaarten Körperstellen auf und werden meist durch das Bakterium Staphylococcus aureus ausgelöst, können aber auch vom Waxing, zu viel Zupfen oder groben Make-Up-Pinseln kommen. Sie können ziemlich schmerzhaft sein, heilen in den meisten Fällen aber von selbst aus. In manchen Fällen kann sich die Entzündung auf den gesamten Haarbalg ausdehnen und so zu einem Furunkel oder (bei weiterer Ausbreitung ins umliegende Gewebe) zu einem Abszess werden, die operativ entfernt werden müssen.

Was man gegen Follikulitis machen kann

Bei der Haarentfernung besser aufpassen! In vielen Fällen waren die Materialien verschmutzt oder die Rasiertechnik ist verbesserungswürdig.

Talgdrüsenhyperplasie

Vor allem Frauen mit fettiger oder Mischhaut entdecken ab 40 Jahren auf einmal kleine, hartnäckige Knötchen mit einer hellen Umrandung im Gesicht: Hautschädigungen, die zu einer Überproduktion von Talg führen. Die beschädigten Talgdrüsen können sich vergrößern oder verstopfen. So entstehen die Knötchen mit einer weißen oder gelblichen Oberfläche. In der Mitte sind sie charakteristisch etwas nach innen gewölbt.

Was man gegen Talgdrüsenhyperplasie machen kann

  • Chemische Gesichtspeelings mit Salicylsäure oder Trichlorethansäure können das Hautbild verbessern
  • DermatologInnen bieten mehrere Behandlungsmethoden an, etwa Kuren mit verschreibungspflichtigem Vitamin A oder Azelainsäure. Ein letzter Ausweg wäre die operative Entfernung der Knötchen.

Periorale Dermatitits

Die periorale Dermatitis ist ein schuppiger, roter Ausschlag um den Mund mit pinken Pusteln, der brennen oder jucken kann. Die Haut fühlt sich trocken an und spannt. Der Ausschlag kann ohne erkennbaren Grund auftreten, kommt aber meist von der übermäßigen Verwendung von Beautyprodukten (vor allem von solchen auf Paraffin- oder Vaseline-Basis). Hormonschwankungen können zusätzlich ebenso eine Rolle spielen, wie Sonneneinstrahlung und Wind.

Was man gegen Periorale Dermatitits machen kann

  • Bis zum Abheilen des Ausschlages unbedingt auf Pflegecremes verzichten. In schlimmen Fällen den/die HausärztIn aufsuchen und sich eine entzündungshemmende Salbe verschreiben lassen.
  • Die periorale Dermatitis kann immer wieder kommen. Wer gefährdet ist, sollte Pflegeprodukte nur sparsam verwenden oder auf ein minimalistisches Produkt mit wenigen Zusatzstoffen umsteigen. >>> Fakten zur perioralen Dermatitis

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