Diese 4 Typen an introvertierten Menschen gibt es

Introvertierte Menschen werden immer nur damit in Verbindung gebracht, was sie nicht sind: nämlich extrovertiert. Dass es jedoch viele positive Eigenschaften und sogar mehrere Typen von Introversion gibt, ist weniger bekannt.

Die Introversion – wenn Menschen ihre Aufmerksamkeit und Energie stärker auf ihr Innenleben konzentrieren – wird oft als negative Persönlichkeitseigenschaft beschrieben. Denn introvertierte Menschen werden immer nur damit in Verbindung gebracht, was sie nicht sind: nämlich extrovertiert, gesprächig und gerne im Mittelpunkt stehend. Dass es jedoch viele positive Eigenschaften und sogar mehrere Typen von Introversion gibt, ist weniger bekannt.

Zu diesem Ergebnis kam schon eine Studie aus den 1980er-Jahren, die die „wissenschaftlichen“ und „umgangssprachlichen“ Definitionen von Introversion verglich und herausfand, dass sich Introvertierte selbst oft anders beschreiben als es die Wissenschaft tut. Der Psychologe Jonathan Cheek hat daher vier verschiedene Typen von Introversion definiert: sozial, denkend, ängstlich und zurückhaltend. Die meisten introvertierten Menschen sind ein Mix aus allen vier Typen.

1: Sozial

Die „soziale Introversion“ kommt dem am nächsten, was allgemein unter Introversion verstanden wird. Das heißt: dass man sich lieber mit einer kleinen Gruppe von Menschen umgibt als mit größeren. Manchmal sogar am liebsten mit gar keinen Gruppen – Einsamkeit wird oft vorgezogen. Sozial introvertierte Menschen bleiben lieber zuhause mit einem Buch oder ihrem Computer, oder treffen sich nur mit engen Freunden – große Parties mit vielen fremden Menschen sind nicht wirklich ihr Ding. Doch soziale Introversion ist nicht das Gleiche wie Schüchternheit – denn hier liegt keine Ängstlichkeit zugrunde, sie fürchten sich nicht vor Gruppen. Sozial introvertierte Menschen sind einfach lieber alleine.

2: Denkend

Das Konzept der „denkenden Introvertierten“ ist eher neu. Menschen, die einen hohen Grad von diesem Typ der Introversion aufweisen, vermeiden soziale Anlässe mit vielen Menschen normalerweise nicht. Stattdessen sind sie introspektiv, nachdenklich und selbstreflexiv. Sie verlieren sich oft in ihrer eigenen Fantasiewelt, aber nicht auf eine neurotische Art und Weise, sondern auf eine kreative und einfallsreiche.

3: Ängstlich

Im Gegensatz zu den sozial Introvertierten, suchen Menschen mit ängstlicher Introversion das Alleinsein, weil sie sich unter vielen fremden Menschen unwohl und unsicher wohlen. Sie verlassen sich nicht auf ihre eigenen sozialen Fähigkeiten. Oft bleibt die Ängstlichkeit auch, wenn sie alleine sind. Sie grübeln oft über Dinge nach, analysieren alles mehrmals in ihrem Kopf – wie Dinge schief laufen könnten oder es bereits sind.

4: Zurückhaltend

Ein anderes Wort könnte auch „reserviert“ sein. Zurückhaltende Introvertierte wirken manchmal so, also ob sie Dinge langsamer angehen und lieber darüber nachdenken, bevor sie etwas sagen oder tun. Sie brauchen vielleicht auch ihre Zeit, um in die Gänge zu kommen. Sie können zum Beispiel nicht sofort aufstehen und aktiv werden. Vieles fühlt sich zu Beginn zu schwer und unerreichbar an – deshalb lassen sich diese Introvertierten mehr Zeit, um loszustarten. Dafür erledigen sie viele Dinge sorgfältiger und gewissenhafter.

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