Diese 4 Pflanzen überleben auch mit wenig Pflege

Wir haben 4 Pflanzen rausgesucht, die in ihrem Wohnzimmer auch mit wenig Pflege überleben.

Machen wir uns nichts vor: Pflanzen sind schön, aber sie machen Arbeit. Wer keinen grünen Daumen hat und vor allem kaum Zeit, den normalen Haushalt zu schmeißen, sucht Pflanzen für die Wohnung, die sich schnell, unkompliziert und möglichst ohne viele Probleme pflegen lassen. Ein paar Ideen:

1) Der Klassiker: Kaktus

Der Kaktus ist bekannt für seine Genügsamkeit. Bewährt als Zimmerpflanzen haben sich zum Beispiel die Gattungen der Kugelkakteen wie Mammillaria, Echinocactus oder Turbinicarpus.

Die Pflichtaufgabe:

Das ist bei allen Pflanzen das Gießen. Auch Kakteen brauchen Wasser, wenn auch nur alle drei bis vier Wochen. Und das ist nur nötig während der Wachstumsphase zwischen April und Oktober, erklärt der Kakteen-Fachmann Dieter Landtreter. In den folgenden Wintermonaten ruht die Pflanze. Dünger erhalten die Pflanzen nur während der Wachstumszeit - alle drei bis vier Wochen gemischt in das Gießwasser. Statt dem speziellen Kakteen- und Sukkulentendünger kann man auch 50 Prozent der angegebenen Menge eines normalen Blumendüngers verwenden.

Die Zusatzpflege:

Im Spätherbst oder Winter kann man alte Triebe sowie Ableger herausschneiden und die Pflanze umtopfen.

Der Standort:

Alle Kakteen und auch andere Sukkulenten lassen sich sehr gut auf Fensterbänken oder in der Nähe eines großen Fensters halten, erklärt Landtreter. Am besten ist eine direkte Südlage, aber pralle Sonne rund um die Uhr wäre zu viel des Guten. Die Pflanzen kommen auch gut klar an einem Westfenster mit Morgensonne bis zum Mittag. Landtreter rät zu einem rein mineralischen und grobkörnigen Substrat, etwa ein Gemisch aus Bimskies, Lava und Reinsand. Auf keinen Fall darf es normale Blumenerde sein.

2) Der Robuste: Elefantenfuß

Auch der Elefantenfuß ist ein Überlebenskünstler. Seinen Namen verdankt er dem fast kugelförmigen Stammende, in dem die Pflanze Wasser speichert, erklärt der Gartenberater Martin Breidbach.

Die Pflichtaufgabe:

Im Sommer bekommt der Elefantenfuß einmal pro Woche Wasser. Da sich die Menge nach Sonnenscheindauer und -intensität richtet, können die Wassergaben im Winter etwas reduziert werden. Grundsätzlich gilt auch: Je kühler der Raum, desto weniger muss gegossen werden. Das Düngen können sich Hobbygärtner einfach machen: Im Frühjahr erhält der Elefantenfuß ein Langzeitprodukt, was für die gesamte Vegetationsperiode ausreichen kann. Schneiden muss man den Elefantenfuß eigentlich nicht, da er relativ langsam wächst.

Der Standort:

Gut ist ein heller, halbschattiger Platz, erklärt Breidbach. Ein vollsonniges Südfenster sollte es ohne Jalousie nicht sein. Die Pflanze sollte vor Katzen sicher sein, denn sie knabbern manchmal an den Blättern. Aber diese enthalten Saponine, die in größeren Mengen aufgenommen bei den Tieren starke Reizungen der Schleimhäute verursachen können.

3) Der Hübsche: Drachenbaum

Gleich mehrere Grüntöne trägt der Drachenbaum der Sorte "Lemon lime". Die Pflanze aus den tropischen Gefilden Afrikas wächst kompakt. Im Haus hilft der Drachenbaum, das Raumklima zu verbessern, da er Feuchtigkeit an die Luft abgibt, erklärt der Berufsgärtner Jürgen Herrmannsdörfer.

Die Pflichtaufgabe:

Alle zwei bis drei Tage sollte die Feuchtigkeit des Substrates geprüft und bei Bedarf nachgegossen werden. Danach überschüssiges Wasser aus dem Untertopf entfernen. In Hydrokultur brauchen Pflanzen grundsätzlich weniger häufig Nachschub - alle zwei bis drei Wochen sind es dann beim Drachenbaum, erläutert Herrmannsdörfer. Ein Flüssigdünger im Gießwasser wird alle zwei Wochen gegeben oder als Langzeitprodukt alle drei Monate.

Die Zusatzpflege:

Im Winter wird geputzt. "Wenn die Pflanzen mit Lammfell-Staubwedel oder Staubtuch gesäubert werden, bekommen sie mehr Licht", erklärt der Experte. Dabei mit der Hand stützend unter das Blatt fassen. Das Abstauben tut übrigens allen Pflanzen gut.

Der Standort:

Nicht neben dem Heizkörper oder auf dem beheizten Fußboden. Der Drachenbaum braucht wenig Licht, was ihn zum Geheimtipp für schwierige Zimmer macht. "Der Standort muss nicht unbedingt ein Südfenster sein, ein Nordfenster tut es auch", so Herrmannsdörfer.

4) Die Angepasste: Kentia-Palme

Die Kentia-Palme hat eine lange Reise hinter sich. Seefahrer brachten sie von den australischen Lord-Howe-Inseln im 19. Jahrhundert als exklusives Sammlerstück nach Europa. Aber das ist kein Problem für die Pflanze: "Keine andere Palmenart kommt mit den klimatischen Bedingungen in unseren Innenräumen so gut zurecht wie die Howea forsteriana", betont Herrmannsdörfer. Sie braucht wenig Licht und kann eine niedrigere Luftfeuchtigkeit gut tolerieren. Und: Im Haus hilft die Kentia-Palme besonders, das Raumklima zu verbessern, da sie 95 Prozent des Gießwassers als Feuchtigkeit an die Raumluft wieder abgibt.

Die Pflichtaufgabe:

Die Pflanze braucht etwas mehr Pflege, denn das Substrat darf nie austrocknen. Der Hobbygärtner muss es also fortlaufend prüfen und mindestens ein- bis zweimal in der Woche gießen. Dünger ist alle zwei Wochen nötig.

Der Standort:

Er sollte halbschattig sein, ohne direktes Sonnenlicht.

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