Die Wissenschaft hat herausgefunden, wie ungleiche Paare zusammen kommen

Eine Frage, die sich mittlerweile auch Wissenschaftler gestellt haben. Die Antwort ist einfach: Zeit.

Einer ist schön, der andere nicht so. Jeder von uns kennt mindestens ein Paar, bei dem man sich schon einmal gefragt: Wie sind die denn nur zusammengekommen? Popkulturelle Beispiele sind Charlotte und ihr Mann Harry aus „Sex and the City“, oder Seth Rogen und Katherine Heigl in „Beim ersten Mal“. Auch Evolutionsbiologen bestätigen, dass Menschen grundsätzlich dazu tendieren, ähnlich gelagerte Partner attraktiv zu finden. Man möchte seine Gene, wie ein symmetrisches Äußeres oder einen hohen sozialen Status an seine Abkömmlinge weitergeben. Wer einen gesunden, gut aussehenden, gut verdienenden Partner hat, hat eine höhere Chance, dass seine Kinder es bis ins Erwachsenenalter schaffen werden. Langfristig gesehen sind wir aber nicht so oberflächlich, wie das jetzt klingt: Es gibt gute Nachrichten, für den unattraktiveren Teil der Bevölkerung!


Zeit macht schön


Um zu hinterfragen, warum ungleiche Paare zusammenkommen, wurden an der University of Texas in Austin Studenten und Studentinnen gefragt, wen von ihren Klassenkameraden sie attraktiv fanden. Am Anfang des Semesters waren sich alle ziemlich einig, wer die „Hotties“ der Klasse waren. Nachdem sie ein Semester gemeinsam im Klassenzimmer verbracht haben, hat sich die Wahrnehmung komplett durchgemischt: Einige von den anfangs als attraktiv eingestuften Jungs und Mädels wurden wesentlich schlechter gerankt, andere sind in die höheren Plätze des Rankings aufgestiegen.


Mehr Chancen auf Mr. Right


„Die Wahrnehmung davon, ob man jemanden romantisch anziehend findet, ändert sich, je länger man jemanden kennt“, sagt Lucy Hunt, die die Studie veröffentlicht hat. „Im Grunde bedeutet das, dass es weniger Loser im Dating-Game gibt“, ergänzt Paul Eastwick, Co-Author der Studie. „Wenn man jemanden kennenlernt, gibt es keinen Konsens darüber, wer begehrenswert ist. Das heißt, es gibt auch weniger Konkurrenz.“ Das heißt, jeder und jede von uns hat mehr Chancen, Mr. oder Mrs. Right zu finden! Und klarerweise weniger Verlierer, für die sich gar niemand interessiert.


Am Ende verliebt man sich doch in die Witzigen


Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine Studie, die 2012 unter Usern der Dating-Plattform „Match.com“ durchgeführt wurde: 33 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen gaben an, sich schon einmal in jemanden verliebt zu haben, die sie anfangs als unattraktiv empfanden. Was ihre Meinung geändert hat: Gute Gespräche, gemeinsame Interesse, ein guter Sinn für Humor. Klingt jetzt nach „Na no na“, lässt einen aber auch ein bisschen den Glauben an die Liebe zurückgewinnen.

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