Die Schere schließen

Transparenz und Sanktionen

In Österreich fordert die Gewerkschaft die Einführung der Einkommenstransparenz in Unternehmen. Prominente Mitstreiterin ist Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ), die nicht akzeptieren will, dass Unternehmen sich bis zu 15 Prozent an Lohnkosten sparen, nur weil Frauen, Frauen sind. Sie tritt zudem für die Beibehaltung der verpflichtenden Frauenquote in Aufsichtsräten ein. Dass Österreich im EU-Ranking auf dem vorletzten Platz liegt, zeigt, dass Förderung und Freiwilligkeit nicht genug sind.

Auch die EU hat großes vor. EU-Justizkommissarin Viviane Reding setzt sich zum Ziel Frauen binnen fünf Jahren zu gleichem Lohn zu verhelfen."In der derzeitigen Krisensituation kann sich Europa eine solche Lohndifferenz nicht leisten." , meinte Reding zur Tageszeitung "Die Welt" und kündigte an gegebenenfalls Sanktionen gegen ungerechte Bezahlung auszusetzen. Im Gespräch sind höhere Strafen bei wiederholten Verstößen. Die EU-Kommission will aber auch Initiativen zur Förderung von Gleichbehandlung am Arbeitsplatz starten.

Was die Zukunft in Sachen "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" bringt, bleibt also weiter abzuwarten. Hoffen wir, dass das Thema an Brisanz nicht verliert und weiterhin an der Tagesordnung bleibt.

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