Die Sängerin bestätigt: #FreeBritney ist keine abstruse Verschwörungstheorie

Wie neue Dokumente zeigen, befürwortet die Sängerin das #FreeBritney-Movement und freut sich über die Unterstützung ihrer Fans.

Britney Spears

Zugegeben, Britney Spears Insta-Videos sind ziemlich entertaining. Gleichzeitig offenbaren sie aber auch eine traurige Realität: Die 38-Jährige ist in ihrem eigenen Dasein gefangen. Seit ihrem öffentlichen Nervenzusammenbruch 2007 hat Britneys Vater James Spears eine Vormundschaft über die Sängerin (bzw. in dessen Stellvertretung Britneys langjährige Mitarbeiterin Jodi Montgomery – Britneys Vater hat allerdings nach wie vor in allen Dingen ein Wörtchen mitzureden). Das bedeutet, dass alle beruflichen und finanziellen sowie zu großen Teilen auch privaten Entscheidungen für die Sängerin getroffen werden – und Britney praktisch keine Kontrolle mehr über ihr eigenes Leben hat. Seit Monaten trendet nun der Hashtag #FreeBritney in den sozialen Medien. Menschen auf der ganzen Welt setzen sich für die Sängerin ein und verlangen, die Vormundschaft endlich zu beenden. Nun wurden Dokumente öffentlich, die zeigen, dass Britney das Movement unterstützt.

Versteckte Hilferufe

Als Britney vor rund zwölf Jahren wegen Problemen mit ihrer mentalen Gesundheit in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht wurde, entmündigte James Spears seine Tochter per Eilantrag, woraufhin diese ohne seine Zustimmung weder selbstständig ein Mobiltelefon benutzen noch das Haus verlassen durfte. Nur ein Monat nach Beginn ihrer Vormundschaft trat Britney bereits bei den MTV Awards auf, spielte in einer Folge How I Met Your Mother mit und veröffentlichte ein Album (!). Für Anhänger*innen der #FreeBritney-Bewegung Beweis genug, dass ihr Vater sowie ihr Management sie schamlos ausnutzten und nur als Maschine sehen, die funktionieren muss. Fans meinen auch, auf Britneys Instagram-Account, welcher Spekulationen zufolge auch überwacht werden soll, versteckte "Hilferufe" zu erkennen, wie etwa in folgenden Beiträgen:

Britney will keine Geheimnisse mehr

Britney kämpft nun seit einiger Zeit juristisch gegen ihren Vater und die Vormundschaft an und setzt sich dafür ein, dass alle zukünftigen Gerichtsverhandlungen bezüglich ihrer "Conservatorship" öffentlich abgehalten werden. "Britney ist vehement dagegen, die Rechtsstreitigkeiten weiterhin als Familiengeheimnis zu behandeln", so Britneys Anwalt Samuel D. Ingham III. Ihr Vater achtete bislang penibel darauf, dass keine Details nach außen gelangen, weshalb bisher nur Britney, ihre Eltern sowie ihr Vormund Jodi Montgomery bei Gerichtsverhandlungen anwesend sein durften. Im Zuge der jüngsten Verhandlungen gelangten einige Dokumente an die Öffentlichkeit, welche bestätigen, dass Britney Entwicklungen bzgl. ihrer Vormundschaft nicht länger verschweigen will und die Unterstützung ihrer Fans zu schätzen weiß.

Für James Spears ist #FreeBritney ein 'Witz'

Während Britney die Vormundschaft vor einigen Jahren selbst noch als sinnvoll erachtete, möchte sie ihre Autonomie nun wieder zurückerlangen und möglichst viel Aufmerksamkeit auf den Rechtsstreit lenken, so Ingham. Das ist durch das #FreeBritney-Movement der letzten Monate auf jeden Fall gelungen. So gut, dass Britneys Vater die Bewegung in einem Interview mit Page Six als "Verschwörung" bezeichnete. Britneys Anwalt Ingham sieht in James' Reaktion nur einen weiteren Versuch, die Kontrolle zu behalten: "Die ganze Sache als 'Verschwörung' oder 'Witz' zu bezeichnen, bestätigt nur noch mehr, dass die öffentliche Kritik an James berechtigt ist und er alles dafür tut, das Thema unter Verschluss zu halten".

Vormundschaft soll nicht von Familienmitglied übernommen werden

Auch möchte die Sängerin von ihrem Recht, ihren Vormund selbst zu benennen, Gebrauch machen und die "Conservatorship" der Treuhandgesellschaft Bessemer Trust Company, N.A. übertragen. Dem US-Magazin Peoplegegenüber äußerte sich ein Insider zu der Situation und erklärte: "Britney möchte immer noch, dass die Vormundschaft irgendwann endet. Aber noch dringender ist im Moment, dass ihr Vater die alleinige Vormundschaft nicht zurückerhält". Der Quelle zufolge wäre ihr eine fremde Person als Vormund am liebsten – keinesfalls jemand aus ihrer Familie.

Vormund bis 2021 verlängert

Trotz Britneys Forderungen wurde die Vormundschaft durch Montgomery nun bis Februar 2021 verlängert. Die nächste Anhörung ist für Oktober angesetzt. Etwas Positives brachten die letzten Wochen allerdings doch: Britneys Schwester Jamie Lynn Spears wurde nun offiziell für Britneys SJB Revocable Trust verantwortlich gemacht. Jamie Lynn kann auf diese Weise sicherstellen, dass Britneys Vermögen im Falle ihres Todes in einen Fonds übertragen wird, der Britneys Söhnen zugutekommt.

 

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