Die neuen Romantiker

David Schalko, 36: Das Multitalent

Er hat mit 36 so viele Berufe wie andere in keinem Leben: Regisseur, Entwickler von ORF-Satireformaten (u. a. Sendung ohne Namen) und Autor.

Neben all Ihren Berufen waren Sie mit 27 auch für eine Zeit lang Sexkolumnist der WIENERIN ...
Stimmt. Irgendwie hat jeder meiner Berufe mit Schreiben zu tun. Die Sehnsucht danach hatte ich schon früh. Ich hab mit acht Jahren ein Theaterstück à la Die drei Fragezeichen geschrieben. Als Jugendlicher kam dann das Interesse für Lyrik und mein erster Band in diese Richtung mit 22 heraus.

Bei so viel Schreibdrang – was, wenn man Ihnen Stift oder Computer wegnehmen würde?
Das macht nix. Ein Schriftsteller schreibt ständig, auch ohne Stift. Im Kopf entstehen dauernd Geschichten, da braucht man nur auf die Straße gehen.

Vom Schriftstellerdasein haben viele sehr romantische Bilder im Kopf. Wie mit der Schreibmaschine am Meer sitzen?
Ich übersiedle gern für den Anfang oder das Ende eines Buches in ein Hotelzimmer. Weil das ein Platz ist, der einen nicht komplett vereinnahmt wie das Haus am Meer, sondern den man zweckbesucht.

Was, wenn Sie nun einen Bestseller landen?
Die Gefahr besteht nicht. Was auch von Vorteil ist, denn würde ich daran denken, wäre es ein Hemmschuh. Dann könnte ich nicht mehr das unbekümmerte Schreiben genießen.

Aktuelles Werk: Weiße Nacht. Kärntner Lovestory: Schalko erzählt die (frei erfundene) Geschichte über zwei politische „Lebensmenschen“, denen nichts unmöglich erscheint. Erschienen im Oktober 2009. € 16,90, Czernin-Vlg.

Tipp: Schalko liest am 6. 12. im Wiener Lokal Phil aus seinem neuen Roman.

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