Die neuen Essstörungen

Schwangere, die Kalorien zählen. Oder: Partygirls, die das Abendessen auslassen, um sich ein paar Cocktails mehr gönnen zu können.

Sind diese nur komisch drauf oder bereits krank? Auch Experten sind oft ratlos. Denn neue Formen von Essstörungen entwickeln sich schneller, als sie diagnostiziert werden.Hier ein paar Beispiele:

Pregorexia – wenn Schwangere Kalorien zählen
Mittlerweile gibt es Frauen, die selbst während einer Schwangerschaft ihre Figur halten möchten. Einer der Gründe für Schwangere, Kalorien zu zählen, ist der medial aufgebaute Druck durch Promis, die kurz nach der Geburt wieder über die Laufstege schweben. Andererseits sind viele Frauen schon vor der Schwangerschaft essgestört und verfolgen ihr zwanghaftes Verhalten einfach weiter. Das Risiko für Babies: Anämie, Mangelerscheinungen oder Herzfehler erhöhen sich deutlich.

Drunkorexia – Hungern für einen Drink
Dass Alkohol jede Menge Kalorien intus hat ist allen klar, die fatale Folge: Ein, zwei Mahlzeiten auslassen, um am Abend doch einen Drink mit den Kollegen schlürfen zu können ohne zuzunehmen. Betroffene merken zu Beginn, dass Sie einen Drink weniger brauchen um den gewöhnlichen Alkoholeffekt zu spüren. Alkohol statt Essen führt auf Dauer zu Mangelerscheinungen, die zum Beispiel Osteoporose zur Folge haben können.



Stressorexia – Essen? Es gibt wirklich Wichtigeres
Stress schlägt vielen Menschen auf den Magen und dann bleibt das Hungergefühl aus. Auf das Essen vergessen die Betroffenen schlichtweg oder sie lassen es bewußt aus um Zeit für andere Dinge zu gewinnen. Betroffene bringen nicht nur Job und Familie unter Ihre Kontrolle sondern auch Ihren Bauch. Essen bzw. Nicht-Essen wird so zum Ventil - wichtiger wäre es jedoch mit Stress besser umgehen zu lernen.

Pregorexia
Drunkorexia
Stressorexia
Magersucht
Ess-Brechsucht
Latente Adipositas
Binge Eating
Besteht bei Kindern der Verdacht auf eine vorliegende Esstörung, sollte erst gar nicht versucht werden, dies ausschließlich innerhalb der Familie zu lösen, denn oft wird das Problem dadurch noch weiter verschärft. Üben Sie deshalb keinen Druck auf das Kind aus, sondern suchen Sie möglichst rasch professionelle Unterstützung.

Sind Sie selbst betroffen und ehrlich mit sich selbst, spüren Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit, wann der richtige Punkt gekommen ist, sich professionelle Unterstützung zu holen.

Aktuell