"Die Medien sollen aufhören, über Trump zu schreiben!"

Haben die Medien den politschen Populisten groß gemacht? Rose McGowan denkt schon, und hat sich gleich direkt an sie gewendet.

Ist ein politisches Phänomen weniger gefährlich, wenn wir ihm keine große Aufmerksamkeit zukommen lassen? Gäbe es wenger Trump-Anhänger, wenn die Medien nicht jeden seiner erbärmlichen Sager hochpushen und durchthematisieren würden? Ist der sensationsgetriebene Internet-Journalismus mitschuld an der Beliebtheit inhaltsloser Polit-Phänomene?

Ein Wut-Brief direkt an mehrere Medien

Fragen, denen in Anbetracht des Rechtsrucks in Europa und der Beliebtheit Trumps Beachtung gebührt, und die eine differenziierte Antwort verdienen. Die hat Rose McGowan (bekannt aus Charmed, Nip Tuck) nicht gerade gegeben, aber in einem Anflug von Wut hat sie einen Brief direkt an mehrere US-amerikanische Medien, unter anderem das Pop-Kultur Medium "Vulture" geschrieben. Sie wirft den Medien vor, dass Trump und ihre zugriffsgetriebene Berichterstattung das öffentliche Klima vergiften. Sie schreibt wortwörtlich von einer Krankheit, die die amerikanische Öffentlichkeit chronisch betrifft.

"IHR habt ihn groß gemacht!"

Die Schuld dieser Krankheit sieht sie bei den Medien, die sie aufruft, Verantwortung dafür zu übernehmen. "IHR seid es, die Amerika und die Welt ersticken mit eurer Propaganda. Ihr müsst nach Menschlichkeit suchen, differenziierter denken und das Richtige tun, für uns, die Öffentlichkeit. Ihr müsst das Richtige tun, sonst wird es uns unendlich viel mehr kosten. Jetzt ist die Zeit."

"Die Zeit, aufzuhören, ist jetzt"

"Hört auf, die Menschheit zu vergiften," schließt sie ihren Brief. "Er wird gerade zum Mörder. Steckt das Mikro ab. Hört auf, über ihn zu schreiben. Dreht das Licht ab. Beendet den Krebs. Es ist Zeit, aufzustehen, und nichts mehr zu sagen."

Den ganzen Brief können Sie hier lesen.

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