Die lustigsten Reaktionen auf den Riesenpenis in Traunkirchen

Eine riesige Penis-Statue sorgt im oberösterreichischen Traunkirchen für Entsetzen. Und für Lacher im Rest des Landes.

Wir haben den "Goldenen Penis", Traunkirchen hat den Riesenpenis. Denn im oberösterreichischen 1.600-Seelen-Dorf sorgt eine zwei Meter hohe Phallusstatue gerade für ordentlich viel Aufregung. Der Grund: am Gründonnerstag und Karfreitag sollen traditionelle Prozessionen auf dem Kreuzweg stattfinden und diese müssten dabei an dem riesigen Gemächt vorbeiziehen.

Über Riesenkondome und Fruchtbarkeitssymbole

„Der Phallus ist doch für einige Traunkirchner ein Ärgernis“, sagte Bürgermeister Christoph Schragl (VP) gegenüber dem ORF OÖ. Einige fühlten sich in der Ausübung ihres Glaubens gestört, so Schragl. „Welche Hintergründe es gibt, dass dieses Ding am altehrwürdigen Kalvarienberg aufgestellt wurde, weiß ich nicht", so Schragl.

Dienstagabend haben der Bürgermeister und zwei Gemeinderäte dann kurzerhand mit einer Plastikplane die Sicht auf das Riesenglied verdeckt. Doch der Sichtschutz hielt aufgrund der Beschwerden des Besitzers der 1900 Jahre alten Statue, Jürgen Hesz, nicht lange. Der Millionär und der Bürgermeister sollen sich am Donnerstag zu einer Aussprache treffen. Der Antiquitätensammler will sich seinen Riesenpenis nämlich nicht madigmachen lassen und verteidigt das Fruchtbarkeitssymbol aus der hellenistischen Zeit.

Die lustigsten Reaktionen auf den Riesenpenis

Einem deutschen Reporter sagte Hesz im Scherz, er habe zur Abdeckung des Phallus bereits ein Jutekondom in Auftrag gegeben – mit dem Aufdruck "Gelobt sei, was hart macht" (Friedrich Nietzsche), wie die "Oberösterreichischen Nachrichten" berichten. Angeblich will der Besitzer jedoch heute, um nicht weiter für Aufruhr zu sorgen, die Sicht auf den Zwei-Tonnen-Penis wirklich mit Jutestoff bedecken. Doch so ganz versteht er die Aufregung nicht, wie er den OÖN sagt: "Auf der Fassade des Stephansdoms gibt es Darstellungen von einer Vulva und eines Penis."

Dass so eine Meldung für allerlei Scherze im Internet sorgt, war abzusehen. Die dürfen wir euch natürlich nicht vorenthalten. Hier ein kleines Best-Of:

"Der Bürgermeister Schragl sollte sich wegen dem Riesenpenis nicht zu sehr versteifen, er zieht trotzdem den kürzeren, wenn der Grundeigentümer hart bleibt."

"DUREX, übernehmen Sie! Aber bitte mit Osterhasen-Geschmack."

"Daneben fehlt noch eine Vulva-Skulptur. #pussystrongerthanGod"

"Kondom überziehen, sicher ist sicher."

"Aber das passt doch perfekt zu Ostern: er ist auferstanden!!!"

"#Prayforphallus"

"Die öffentliche Erregung ist groß."

"Vielleicht gibt es ja Kondome mit Weihrauchduft in Kardinalrot."

"In solchen Momenten denke ich mir: Was würde Schwanzus Longus tun?"

"Einfach eine Station daraus machen geht nicht?"

"Warum schauen die Prozessionsteilnehmer nicht einfach weg? Das wär gute katholische Tradition..."

"Man hält es also für nicht zumutbar beim Spaziergang mit einer geschändeten Leiche einen Phallus sehen zu müssen?"

"Der 100-jährige Ständer. In your Face Viagra."

"Nachdem das Traunkirchner Antlaß-Singen seit Jahren einen steten Rückgang an Teilnehmern und Zusehern verzeichnen musste, ließen sie sich heuer einen besonders originellen Marketing-Gag einfallen. Glücklicherweise konnte durch ein gut verlaufenes Telefonat zwischen BM Schragl und dem Antiquitäten-Lieberhaber vom Kalvarienberg die Zusammenarbeit besiegelt werden. Gratulation an dieses wirklich gelungene Miteinander in der Gemeinde Traunkirchen!"

"Das kommt davon, wenn man mit Viagra düngt ..."

"Wenn man nicht mal mehr einen Riesenpenis aus Stein in seinem Garten aufstellen darf, dann ist das nicht mehr mein Land."

"So bekommt das Wort Auferstehung eine neue Bedeutung."

"Da hilft nur ein 4 Quadratmeter großes Feigenblatt. Samt Stiel."

Kurzum: der Riesenpenis in Traunkirchen ist wohl jetzt schon die österreichischste Geschichte des Jahres.

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