Die Lüge der Fotos

Was wir mit eigenen Augen gesehen haben, muss stimmen – oder? Werbung und Boulevardpresse gaukeln uns allerdings gerne Dinge abseits jeglicher Realität vor. Denn die Möglichkeiten der Fotoretusche sind groß. Der Österreichische Werberat straft nun Lügen und zeigt mit dem Retusche-Barometer, was wirklich echt ist.

Eine schlanke Silhouette, endlos lange Beine und makellose Haut - Models auf Werbeplakaten und Stars in Hochglanzmagazinen können wirklich neidisch machen. Denn all dies scheinen sie auch noch ohne große Anstrengung zu erreichen. Stimmt wahrscheinlich auch, denn einen guten Teil der Arbeit übernimmt derjenige, der das Bild bearbeitet. Denn vieles, was wir auf Fotos zu sehen bekommen, ist fernab von jeglicher Realität.

Extreme Makeover.

Der Österreichische Werberat macht damit Schluss und zeigt mit dem Retusche-Barometer, was wirklich echt ist und wie groß die Möglichkeiten der Bildretusche sind. Und so wird aus dick dünn, aus einem sommersprossigen Gesicht ein ebenmäßiger Teint und sogar aus einem Bürosessel ein Liegestuhl. Junge Mädchen und Frauen sollen dank der informativen Homepage erfahren, dass so manche Werbeschönheit nicht mehr ist als eine Illusion.

Doch nicht jede Werbung ist falsch, denn einige Firmen distanzieren sich bewusst von derartigen Werbungen. „Flawsome" nennt sich der Trend, bei dem Natürlichkeit und das bewusste Präsentieren von kleinen Makeln im Vordergrund steht. Allen voran sind die Kosmetikmarken Make up for ever, Dove, Bare Mineralsund das englischsprachige Magazin Verilyzu nennen. Wir sagen: Gerne mehr davon!

Aktuell