Die "lieben" Kollegen

Wie geht’s Ihnen mit den lieben Kollegen? Sind Sie eine große, glückliche Familie oder gibt’s verfeindete Splittergrüppchen? Fest steht in jedem Fall: Die Damen und Herren im Nebenzimmer können einem ganz schön auf die Nerven gehen. Tun Sie was dagegen. Lüften Sie die Masken von Zicken, Mimosen und Machos in Ihrem Team.

Kennen Sie den: Wie steigert man Feind? Bürokollege! Okay, ein blöder Witz, aber ein, zwei Körnchen Wahrheit stecken doch da­rin. Denn laut einer Umfrage ärgert sich die Hälfte aller Arbeitnehmer täglich über einen Kollegen oder eine Kollegin. Ist ja auch kein Wunder: Wir picken mit unseren Arbeits­kollegen länger zusammen als mit dem Liebsten, den Kindern oder der besten Freundin (es sei denn natürlich, Family und Friends arbeiten in Ihrem Team).

Blick hinter die Masken. „Darum lohnt sich ein Blick auf die Rollen Ihrer Büro-Mitspieler“, meint Margit Schönberger. Die Autorin von Job-Ratgebern wie Das Schwein vom Dienst oder Wer Kollegen hat, braucht keine Feinde mehr hat sich gründlich mit Kollegen und Chefs auseinandergesetzt. Und weiß deshalb: „Wenn man ein bisschen etwas über ihre Masken weiß, wird das Leben und Arbeiten miteinander sehr viel leichter.“ Aber betreiben wir alle nicht eh genug Psychoarbeit? Margit Schönberger: „Es geht ja nicht ums Analysieren um des Spaßes willen, sondern darum, vielleicht zu erkennen, warum ein Kollege so oder so ist. Wenn man das weiß – oder zu erkennen glaubt –, kann man besser damit umgehen, bezieht nicht alles ganz persönlich auf sich und muss sich nicht mehr ärgern.“ Der positive Zusatzeffekt, wenn man den Bürozoo einmal genauer unter die Lupe nimmt: Man entdeckt möglicher­weise, dass auch der mühsamste Kollege seine guten Seiten hat – ob Sie das jetzt glauben oder nicht!

Manchmal freilich – und darüber sollte man sich keine Illusionen machen – sind alle Bemühungen um ein gutes Verhältnis sinnlos. Was tun? „Da wird dann auch ein Coach und der Betriebsrat nicht helfen können“, meint Margit Schön­berger. „Wenn ein anderer nicht will oder kann, stimmt vielleicht einfach die Chemie nicht. So etwas gibt es. Wir wissen es doch: Andere Menschen kann man nicht ändern, wenn sie selbst es – nach offenen, ehrlichen Gesprächen – nicht wollen. Dann kann man sich nur selbst ändern. Zum Beispiel nicht mehr über den anderen ärgern und allen Konfrontationen aus dem Weg gehen.“ Und wenn auch das nicht funktioniert? „Für solche Fälle ist der Chef zuständig.“ Dann sollte man gute Argumente parat haben, ruhig und sachlich bleiben – und bloß nicht die Anklagetrommel rühren.

Damit es so weit aber gar nicht erst kommt, hat die WIENERIN Tipps für den Umgang mit den häufigsten Kollegentypen zusammengestellt – von den nervigen Ulknudeln bis zu den missionarischen Gesundheitsfanatikern.

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Von Ulknudeln über Zyniker bis zu Schleimern: Bei der artgerechten Behandlung Ihrer Kollegen hilft Ihnen die Jänner-WIENERIN.

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Selbst den Umgang mit den mühsamsten Kollegen kann man lernen – bis zu einem gewissen Grad.

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