Die Kraft der Gedanken

Dass der Glaube Berge versetzen kann, ist nicht nur ein geflügeltes Wort. Denn manche Menschen sind tatsächlich imstande, mit mentalen Kräften die Welt der Materie zu beeinflussen.

Es war bei einer Vorlesung in Moskau, als ihm die Tür zu neuen Dimensionen aufgestoßen wurde. Dr. Karl F. Stifter, Wiener Sexualtherapeut und Forscher, war gerade mit seinem Vortrag fertig, als eine seiner Studentinnen auf ihn zutrat. Sie hätte ihm eine interessante Geschichte zu erzählen. Dr. Stifter: "Die Frau - zierlich, so um die 40 - berichtete mir von einem dramatischen Erlebnis. Ihr Sohn war vor einiger Zeit plötzlich verschwunden. In ihrer Verzweiflung und völlig gedankenverloren räumte sie zu Hause auf. Und bemerkte erst später, dass sie dabei eine 80 Kilo schwere Schachtel einfach so nebenbei weggestellt hatte." Zuerst über ihre ungewöhnlichen Kräfte erschrocken, begann die Frau bald, mit dem Phänomen zu experimentieren. Sprich: Gewichte zu heben, die für ihren Körperbau eigentlich viel zu schwer gewesen wären. Irgendwann war sie so weit, Hunderte von Kilos zu heben. Und etwas später kam sie drauf, dass sie auch anderen beibringen konnte, über die Grenzen der Physik zu gehen.


Doktor in Lehre.

Stifter, schon seit Jahren auch an der Welt des Transzendenten interessiert, vereinbarte mit der offensichtlich parapsychologisch begabten Russin einen Deal: Sie zahlt für seine Vorlesungen keinen Seminarbeitrag, dafür gibt sie ihm eine Einführung in ihr Können. "Sie konnte mir zum Beispiel mit einer Art Reiki - also über die Hände - Kräfte übertragen. Wir haben zehn Wochen miteinander gearbeitet", erzählt der Psychologe, "danach konnte ich bereits 700 Kilo heben. Aber dann war es ausgereizt, durch sie kam ich nicht mehr weiter." Wieder zurück in Österreich, richtete sich Dr. Stifter im Keller eine Art Kraftkammer ein. Und begann, sich ein eigenes System zu erarbeiten, um seine mentalen Kräfte gezielt einsetzen zu können.


Drei Eckpfeiler, so Stifter, hat dieses System:

  • Als erstes geht es einmal darum, Zugang zu seinem inneren Kraftzentrum in der Mitte des Körpers zu finden, das die Japaner "Hara", die Chinesen "Tan Tien" nennen. "Sich dort zu zentrieren kann nur gelingen, wenn der Kopf leer wird - und dafür braucht man konsequente Meditation."
  • Der zweite Pfeiler ist die Natur - beziehungsweise, sich regelmäßig für ihre Schönheit als Kraftquelle zu öffnen und auch für die Vorgänge in ihr zu sensibilisieren.
  • Und der dritte, so Dr. Karl F. Stifter: "Die Übung an sich. Man braucht irgendein oftmals geübtes Verhalten, wobei eigentlich egal ist, welches das ist. Ich hebe eben die Gewichte, weil es da keine Zufallstreffer geben kann. Da ist eindeutig überprüfbar, ob ich es geschafft habe oder nicht."

So wie mal für die TV-Sendung Vera: Da hatte Stifter vor laufenden Kameras ganze 1000 Kilo vom Erdboden wegbewegt.

Ebenfalls vor dem unbestechlichen Auge einer Fernsehkamera wurden bereits die unglaublichen Leistungen von Shaolin-Mönchen überprüft - von Mag. Gerhard H. Eggetsberger, Experte für Messungen im Bereich Potential-Feedback. Der "Trick", um den es in diesem Fall ging: Ein Shaolin-Mönch schlägt sich mit einer massiven Eisenstange auf den eigenen Kopf. - Also etwas, was ein normaler Mensch kaum überleben dürfte. Der Mönch hatte jedoch nicht nur nicht eine einzige Verletzung, sondern vielmehr "verletzte" sich die Eisenstange an seinem Kopf, verbog sich und zerbrach in zwei Stücke. Wie hatte er das bloß gemacht? Eggetsberger, der während der Aktion die Hirnströme des Mönches gemessen hatte: "Es war abenteuerlich, er konnte blitzartig die ganze Energie aus dem Kopf abziehen und ins Tan Tien, ins Nabelzentrum verschieben. Wenn er nur daran dachte, war es eigentlich schon passiert. Ich habe schon andere gemessen, Sportler oder Yogis, die das auch trainiert haben, aber die brauchen dafür viel, viel länger."

Durch diese enorm schnelle Verschiebung des Energiepotentials, so Eggetsberger weiter, "dürfte sich auch die Reaktionsfähigkeit des Gewebes verändern, so dass es zu keinen Verletzungen kommt. Außerdem scheint es so zu keiner Weiterleitung von Schmerz durch die Nervenbahnen kommen zu können. Und drittens, wenn ich mir das Ganze nach den Prinzipien der Quantenphysik anschaue, dann kann ich nicht ausschließen, dass er nicht nur im Körper Energien verschiebt, sondern auch - da Quanten ja Informationsträger sind und also ein Elektron jedes andere in seiner Umgebung informiert - er auch Materie außerhalb seines Körpers beeinflusst."

Alles ist eins.

An genau diesem Punkt trifft sich die westliche Wissenschaft mit der östlichen Philosophie. Denn so, wie Quantenphysiker meinen, dass im Prinzip alle Elektronen im Kosmos miteinander kommunizieren - sprich, verbunden sind -, heißt es etwa in der chinesischen Philosophie: "Dass es den Dualismus nicht gibt", so der österreichische Shaolin-Meister Wolfgang Gall, "und dass der Mönch und die Eisenstange eigentlich eins sind. Und sobald man das versteht und daran glaubt, gibt es auch keine Beschränkungen mehr."

So abgehoben diese Denkweise für manche noch klingen mag - sie sickert bereits in unser Alltagsleben ein. "Beim Golf eins sein mit dem Ball, dem Schläger und dem Ziel", nennt etwa Mag. Kristin Walzer, Geschäftsführerin des Golfplatzes Tuttendörfl und gleichzeitig gefragte Mentaltrainerin, das Geheimnis eines guten Schlags. Die 31-Jährige trainiert verschiedene Sportler - die Golfprofis Markus Brier und Natascha Fink, dazu noch etliche Läufer und Tennisspieler. Und auch wenn die wenigsten Sportler gern darüber reden - im Grunde arbeiten sie nach ähnlichen Prinzipien wie etwa Dr. Stifter oder die Shaolin-Mönche. Kristin Walzer: "Ganz wichtig ist es beim Mentaltraining, die Störfaktoren im Kopf zu eliminieren. Also etwa Nervosität, negative Gedanken, aber auch Verbissenheit. Das Ziel ist es, beim Wettkampf in einen Zustand des Flow zu kommen, wo der Körper und das Unbewusste dominieren, wo ,es' einfach passiert, quasi von selbst läuft. Und für Höchstleistungen braucht es auch den Glauben, dass die Kraft einfach da ist, dass man jederzeit Zugang zu einer universellen Kraftquelle hat."

Ganz wichtig ist es beim Mentaltraining, die Störfaktoren im Kopf zu eliminieren.
Dr. Karl F. Stifter

Der Geist und die Kraft - nur eine Angelegenheit für Leute, die aus irgendeinem Grund extreme, ausgefallene Dinge vollbringen wollen? Nein, meinen sowohl Dr. Karl Stifter als auch Mag. Kristin Walzer. Die Mentaltrainerin sagt: "Es hat für uns ja keinen Sinn, wenn wir alle Aussteiger werden. Aber was wir in unserer Leistungsgesellschaft brauchen - und was ich als meine Aufgabe sehe - ist, die Kraft des Geistes in unser tägliches Leben zu bringen."

Seminarangebote zur Entwicklung der mentalen Kräfte durch Dr. Karl F. Stifter:

Info: Tel. 0664/166 66 61
www.drstifter.com

Shaolin-Tempel Austria: Kung Fu-Training in der Markhofgasse 19, 1030 Wien Info: Tel. 01/7987221 oder 0664/405 52 21
www.shaolintempel.at

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