Die Kinderfrage

Ich will eins, ich will keins, ich will eins... Gänseblümchenrupfen wird die Frage nach dem Kinderwunsch nicht beantworten. Vielleicht helfen Ihnen aber unsere Einblicke. Ein Test verrät nun, ob Sie schon bereit fürs Baby sind.

Pro Kind

Kinder sind wunderbar. Punkt. Die Entscheidung für ein Kind braucht nämlich keine guten Argumente. Sie braucht gute Gefühle. Und die kann man nicht herbeidiskutieren. Man hat sie entweder oder man hat sie nicht.

Wenn es nicht klappen will. Der Weg ins Kinderwunschzentrum.

Oder wollen Sie Ihrem Kind später sagen: „Ja, aber natürlich warst du ein Wunschkind. Ich habe mir immer gewünscht, mein Risiko, an Eierstock- oder Brustkrebs zu erkranken, durch deine Geburt drastisch zu reduzieren. Und diese besonders intensiven Orgasmen, wie man sie nur in der Schwangerschaft erlebt, wollte ich mir auch nicht entgehen lassen ..."?

Da können Sie ihm ja auch gleich sagen, dass Sie eigentlich nur auf das Kindergeld (14,53 Euro am Tag, 30 Monate lang), die Familienbeihilfe und den Kinderabsetzbetrag (zusammen zwischen 163,80 und 211,1 Euro) scharf waren. Aber vergessen Sie bitte nicht, Ihrem Spross dafür zu danken, dass er Sie durch seine Ankunft von diversen Haut- und Haarproblemen erlöst hat. Er könnte sonst auf die Idee kommen, Sie wären undankbar und egoistisch.

Und wenn Sie schon dabei sind: Eine kleine Anerkennung für seinen Beistand in Ihrem Lebens- abend und seine Zahlungen in die Rentenkasse wäre wohl auch angebracht. Ganz zu schweigen von all den Weihnachts- und Geburtstagsgeschenken, die Sie nicht kaufen mussten, weil er doch immer sooo süß für Family und Friends gebastelt hat.


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Ich will eins, ich will keins, ich will eins ...

Gänseblümchenrupfen wird die Kinderfrage nicht beantworten.

Vielleicht helfen unsere Einblicke. Und ansonsten hören Sie am besten auf Ihr Bauchgefühl ...
Kontra Kind
Kinder kosten. Von Kopf bis Fuß und von A nach Z wären da: Ängste und Aknecremes. Den Beckenbodenmuskel und Bluthochdruck. Cluburlaube und Confetti TV. Dehnungsstreifen, Dachterrassen-Loft und Durchblutungsstörungen. Erbrechen, endlose Erziehungsdiskussionen und das Eheglück. Freiheit, Flatulenzen und Fahrstunden. Geduld und Geld. Haare und Hämorrhoiden. Das Idealgewicht und italienische Designermöbel. Die Jugend. Krampfadern, Kontinenz und Kraft.

Luxus- Spaß und Libido. Masern und Mumps. Nachtschlaf, Nerven und Nachhilfestunden. Orgasmen und Ordnung. Psoriasis und Playmobil-Figuren. Quickie. Ruhe und Reinlichkeit. Sexualität, Spinatflecken und den Sportwagen. Den Taillenumfang und Tennisunterricht. Übelkeit und Umstandsmode. Verschwiegenheit. Wochenbettdepressionen und Wohlstand. X-mal Windelnwechseln. Die Yucca-Palme. Zeit, Zweisamkeit und Zähne.

Und manchmal, manchmal kosten Kinder auch das Leben. Doch es sind nicht all diese Investitionen, die mich davon abhalten, Nachwuchs in diese Welt zu setzen. Es sind jene in die Liebe. Durch sie machen uns Kinder verletzlich. Wir werden verwundbar an Stellen, die wir vorher nicht kannten, weil es sie nicht gab. Und das kann und will ich mir nicht leisten.

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