Die heterologe Insemination

Wenn Sie an Samenspende denken, sprechen Mediziner im Fachjargon von heterologer Insemination. Ein Begriff, der uns - im Gegensatz zur In Vitro Fertilisation - (noch) fremd ist.

Doch gerade für Männer (und ihre Frauen), die sich in ihrer Partnerschaft oder Ehe ein Kind wünschen, jedoch keine oder nicht befruchtungsfähige Spermien im Hoden haben, stellen die Samen eines fruchtbaren Spenders die einzige medizinische Alternative dar. Ansonsten bleibt nur noch die Adoption.

Der Weg zur Samenspende
Paare, die sich für eine heterologe Insemination - sprich das Einbringen (fremder) Samen in die Gebärmutter der Frau - interessieren, werden in einem ausführlichen ärztlichen Gespräch über die medizinischen, rechtlichen und psychosozialen Aspekte der Behandlung informiert und haben bereits im Vorfeld die Möglichkeit mit einer Psychotherapeutin über mögliche Probleme zu sprechen.

Merkmale des Mannes, wie Größe, Gewicht, Farbe der Augen, Haare und Haut, die Blutgruppe, sowie Schul-bildung, Beruf und Hobbys unterstützen die ärztliche Suche nach demjenigen Spender, der dem künftigen Ziehvater am ähnlichsten ist.

Durchführung
Bei der Frau wird der Tag des Eisprungs hormonell bestimmt und dann der aufgetaute, aufbereitete Spender-samen in die Gebärmutter gebracht. Zwei Wochen wird ein Schwangerschaftstest gemacht.

Erfolgsquote
Bei Frauen unter 38 Jahren: durchschnittlich 35% pro Zyklus, bei Frauen ab 38 Jahren: durchschnittlich – 15% pro Zyklus

Psychologische Aspekte
Das Gesetz verlangt die Anonymität des Spenders. Doch Kinder, die erfahren, dass ihr Vater nicht ihr biologischer Erzeuger ist, möchten naturgemäß ihre Wurzeln kennenlernen - ein Prozess der oftmals sehr wichtig für die Identitätsbildung ist. Diesen Aspekt sollten Eltern vor der Entscheidung für eine Samenspende nicht außer Acht lassen. Der Gesetzgeber räumt die Möglichkeit ein, dass ein Kind ab dem 14. Lebensjahr das Recht hat Einsicht in die Aufzeichnungen über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung unter Verwendung des Samen eines Dritten zu nehmen.

Weitere Informationen zur heterologen Insemination und anderen Arten der künstlichen Befruchtung erhalten Sie auf www.wunschbaby.at


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