Die Hand deines Partners zu halten lindert (Geburts-)Schmerzen

Wenn dafür tatsächlich noch jemand ein Argument braucht - die Wissenschaft hilft aus!

Eine jüngst vorgestellte Studie der Universität von Colorado will herausgefunden haben, dass Händchen Halten einen positiven Effekt auf Schmerzen hat. Ein natürliches Schmerzmittel, das so gut wie keinen Aufwand bedeutet? Das nehmen wir!

Gleichklang der Hirnströmungen mindert Schmerzwahrnehmung

Im Rahmen der Studie wurde die Gehirnströmung bei 22 heterosexuellen Paaren gemessen, während sie sich in unterschiedlicher Intensität berührten: ohne Berührung nebeneinander sitzend, nebeneinander sitzend und Händchen haltend, in separaten Zimmer sitzend. Diese drei Szenarien wurden einmal ohne, einmal mit Schmerzeinfluss auf die Frau (konkret Hitzeeinwirkung am Arm) durchgeführt.

Sobald die ProbandInnen in einem Raum saßen, konnten die WissenschafterInnen einen gewissen Gleichklang der Gehirnstörmung feststellen (oh, wie romantisch!), der Effekt nahm aber deutlich zu, wenn sich die Partner berührten - und das wiederum hatte eine schmerzlindernde Wirkung auf die Frau.

Fairerweise muss angemerkt werden, dass die Studie sehr klein war und das erste Ergebnis genauer untersucht werden muss (braucht es für die schmerzlindernde Wirkung tatsächlich zwingend eine romantische Verbindung zwischen zwei Menschen?).

Händchen halten: gut fürs Herz, gut gegen Schmerz

Nichtsdestotrotz wird wohl jeder Mensch zustimmen, dass eine empathische Berührung nicht nur die Nerven beruhigen, sondern herausfordernde Situationen erträglicher machen kann. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass es jemanden gibt, der ein Argument dafür braucht, seiner Partnerin in der Ausnahmesituation einer Geburt durch das Halten ihrer Hand nicht nur zu signalisieren, dass man das gemeinsam schafft, sondern ihr auch ein wenig der Schmerzen zu nehmen - bitteschön.

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