Die große Lüge der Babykarotten

Wir haben es schon lange befürchtet: Babykarotten gibt es gar nicht.

Es gibt wohl niemanden, der sie nicht liebt: Babykarotten. Wie die "Washington Post" berichtet, sind sie aber vor allem eins: eine große Lüge.

Babykarotten wachsen nicht in der Erde?


Denn wer geglaubt hat, dass Babykarotten in der Erde wachsen, liegt falsch: die meisten Babykarotten sind in Wirklichkeit einfach geschälte und zerkleinerte "normale" Karotten, die gewaschen und verpackt im Supermarktregal zu kaufen sind.

Denn: Karotten wachsen oft nicht so "perfekt", wie wir sie in den Supermärkten kaufen können. Das brachte den US-Farmer Mike Yurosek in den 1980er-Jahren dazu, einfach perfekte Babykarotten aus den unförmigen größeren Exemplaren zu schnitzen, um mehr zu verkaufen. Viele Karotten waren davor einfach weggeschmissen worden, weil sie nicht zu verkaufen waren.

Es landen weniger Karotten im Mistkübel


Die Lösung waren "Baby"-Karotten, die geschnitten und geschält an Supermärkte geliefert wurden - um zum Verkaufshit wurden. Heutzutage sind sie aus den Regalen nicht mehr wegzudenken - vorgepackte Babykarotten machen mittlerweile 70 Prozent der verkauften Karotten aus, so die "Washington Post". Und sie tragen damit dazu bei, dass weniger Karotten weggeschmissen werden. Sogar die Schale werde weiterverwertet.

Viele Babykarotten kommen von der Sorte "Imperator", da sie eine klare, frische, orangene Farbe sowie einen süßen Geschmack haben - und leichter zu zerkleinern sind.

Aktuell