Die Frauen, die Donald Trump zu Fall bringen könnten

Ausgerechnet drei Frauen könnten den misogynen US-Präsidenten Donald Trump sein Amt kosten.

Millionen Menschen sahen zu, als Stephanie Clifford davon erzählte, wie ein Mann versucht hat, sie unter Druck zu setzen und ihr Angst zu machen. An sich ist das (leider) keine ungewöhnliche Geschichte - doch in diesem Fall handelt es sich bei besagtem Mann um keinen Geringeren als um den US-Präsidenten Donald Trump.

Stephanie Clifford - Stormy Daniels

Konkret berichtet Clifford - auch bekannt unter ihrem Porno-Namen "Stormy Daniels" davon, wie sie 2011 auf einem Parkplatz mit ihrer Tochter ins Auto einsteigen wollte, als sich ein fremder Mann näherte und sagte: "Lassen Sie Trump in Ruhe. Vergessen Sie die Geschichte." Und weiter: "So ein süßes kleines Mädchen, es wäre doch schade, wenn ihrer Mutter etwas zustoßen würde".

Mittlerweile ist klar: die ehemalige Pornodarstellerin könnte - gemeinsam mit anderen Frauen - eine große Gefahr für Donald Trumps Präsidentschaft darstellen. Denn sie hält nicht den Mund und will ihre Schweigevereinbarung auflösen. Ihre Geschichte: sie hatte eine Affäre mit Trump, fünf Jahre vor dem Vorfall am Parkplatz. Auch Details der Nacht mit Trump machte Clifford öffentlich: so sollte sie Trump mit einer Zeitschrift, auf dem sein Gesicht abgebildet war, den Hintern versohlen. Von diesem Moment an hätten sich die beiden gut verstanden, sagt sie. "Er hat gesagt, dass ich ihn an seine Tochter erinnere."

Insgesamt drei Frauen verklagen den US-Präsidenten Donald Trump

Diese Story hatte sie 2011 an eine Zeitung verkauft, gedruckt wurde sie nie. Stattdessen wurde die junge Mutter massiv unter Druck gesetzt. 2016, kurz vor der Wahl, sei ihr außerdem Schweigegeld gezahlt worden - von Trumps damaligem Anwalt.

Summer Zervos

Clifford hat geklagt - und zwar als eine von drei Frauen, die derzeit jruistisch gegen den US-Präsidenten vorgehen. Summer Zervos, eine frühere Teilnehmerin an Trumps TV-Show "Apprentice", hat den Präsidenten bei einem New Yorker Gericht wegen Verleumdung verklagt.

Zervos war eine von mehr als einem Dutzend Frauen, die im Wahlkampf von sexuellen Übergriffen Trumps berichtet hatten. Daraufhin hatte Trump sie als "Lügnerin" bezeichnet. Trump soll sie 2005 gegen ihren Willen geküsst und auch physisch übergriffig geworden sein. Trumps Anwälte wollten den Prozess verhindern. Sie argumentierten, der Präsident könne nicht vor einem Gericht eines einzelnen Bundesstaates angeklagt werden. Doch die New Yorker Richterin Jennifer Schecter sah das anders. Niemand stünde über dem Gesetz, auch der Präsident nicht. Sollte Trump unter Eid aussagen müssen, und auch andere Frauen von sexueller Belästigung vor Gericht berichten, wäre das ziemlich problematisch für den US-Präsidenten.

Karen McDougal

Die Dritte im Bunde: das frühere "Playboy"-Model Karen McDougal will ebenso wie Clifford die Aufhebung einer Schweigevereinbarung über eine angebliche Affäre mit Trump erwirken. Es sind also ausgerechnet drei Frauen, die den "Grab them by the pussy"-Präsidenten derzeit ziemlich ins Schwitzen bringen.

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