Die ersten Frauen im Arkadenhof der Uni Wien

Lang genug hat's gebraucht: sieben Wissenschafterinnen wurden auf Vorschlag des Rektorats der Uni Wien mit Denkmälern im Arkadenhof geehrt.

An der Uni Wien wurden 1897 erstmals Frauen zu einem Studium zugelassen, erst 1956 erhielt die erste Frau eine ordentliche Professur. Und 2016 - und damit reichlich spät - schaffen es die ersten Wissenschafterinnen in den Arkadenhof der Universität Wien, der bisher ausschließlich männliche Wissenschafter mit Büsten ehrte. Nur die Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach, die ein Ehrendoktorat erhielt, war im Arkadenhof als Frau vertreten. Sie war jedoch nie wissenschaftlich an der Uni Wien tätig.

Diese Frauen werden geehrt


Für die Ehrung wurden auf Vorschlag des Rektorats und mit Zustimmung des Senats die Psychologin Charlotte Bühler (1893-1974), die Sozialwissenschafterin Marie Jahoda (1907-2001), die Physikerinnen Berta Karlik (1904-1990) und Lise Meitner (1878-1968), die Archäologin Grete Mostny-Glaser (1914-1991), die Sprachwissenschafterin Elise Richter (1865-1943) und die Mathematikerin Olga Taussky-Todd (1906-1995) ausgewählt.

Neben den Denkmälern werden auch Hörsäle nach Frauen benannt - etwa vor einigen Tagen einer nach der Zeithistorikerin Erika Weinzierl. Das 650-Jahr-Jubiläum der Universität ist Anlass für den längst überfälligen Frauenschwerpunkt.

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