Die Antibabypille muss in Zukunft vor Depressionen warnen

Ein neuer Warnhinweis auf den Beipackzetteln von Verhütungsmitteln wie der Antibabypille informiert künftig über mögliche Nebenwirkungen wie Depressionen.

Lange wird bereits darüber geredet, nun ist es fix: die Beipackzettel von hormonellen Verhütungsmitteln wie Antibabypille, Hormonspirale oder -pflaster müssen künftig einen Warnhinweis über mögliche Nebenwirkungen wie Depressionen enthalten.

Antibabypille

Auf Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) werde dieser Warnhinweis in die Fach- und Gebrauchsinformation aufgenommen, teilte das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am Montag in Bonn mit. Der Warnhinweis sollte auch ApothekerInnen und ÄrztInnen sensibilisieren, "ihre Patientinnen entsprechend aufzuklären, sowie die Patientin informieren, ihren Arzt aufzusuchen, sobald Stimmungsänderungen und depressive Symptome auftreten", heißt es vonseiten des BfArM.

Tatsächlich ist bekannt, dass depressive Verstimmungen und Depressionen und damit auch ein erhöhtes Suizidrisiko als Nebenwirkung hormoneller Verhütungsmittel auftreten können, wie etwa diese dänische Studie herausgefunden hat.

Hilfe für Menschen in Krisensituationen und deren Angehörige:

Telefonseelsorge: 142, täglich, 0–24 Uhr Kriseninterventionszentrum: 01/406 95 95 (Mo–Fr, 10–17 Uhr); auch persönliche und E-Mail-Beratung: www.kriseninterventionszentrum.at Sozialpsychiatrischer Notdienst / PSD: 01/31330 (täglich, 0–24 Uhr)

 

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