Die 5-Sekunden-Regel stimmt nicht: Warum wir vom Boden essen dürfen

In der Wissenschaftssendung The Quick and the Curious hat der ehemalige Nasa-Ingenieur Mark Rober einen alten Mythos widerlegt.

Die Fünf-Sekunden-Regel ist sicherlich jedem ein Begriff: Essen, das auf den Boden fällt, darf man noch essen, wenn man es innerhalb dieser Zeitspanne vom Boden aufhebt.

Das stimmt nicht ganz, sagt jetzt der ehemalige Nasa-Ingenieur Mark Rober in der Wissenschaftssendung "The Quick and the Curious". Er meint, dass es sogar bis zu 30 Sekunden dauern kann, bis die Bakterien sich auf dem Essen festsetzen.

Viele Faktoren spielen mit


Essen, das auf den Boden fällt, ist demnach nicht sofort verunreinigt, sondern erst nach einiger Zeit. Rober geht davon aus, dass es zwischen 5 und 30 Sekunden dauern kann. Das hänge aber auch von der Beschaffenheit und Sauberkeit des Bodens ab. Teppiche verlängern die Dauer sogar noch, da diese aus Fasern mit Zwischenräumen bestehen und das Essen somit weniger mit dem Boden in Berührung kommt als etwa auf Parkettboden.

Auch die Art der Nahrung, die hinunterfällt, spielt eine Rolle. Feuchtes Essen verkürze die Dauer der Bakterienvermehrung. "E-Coli, Salmonellen und Listerien lieben feuchte Umgebungen. Sie absorbieren Wasser, das sie brauchen um zu wachsen und um sich zu vermehren", so Rober.

Dennoch: Essen, das auf den Boden fällt, sollte man lieber mit Vorsicht genießen.

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