Die 5 häufigsten Fehler beim Zähneputzen

Herr und Frau Österreicher haben in Sachen Mundhygiene noch einiges zu lernen! Wir werfen im „Monat der Mundgesundheit“ September einen Blick auf die häufigsten Fehler in der Zahnpflege.

Eine bundesweite Befragung von Zahnärzten hat ergeben: Mangelnde Mundhygiene ist in vielen Familien immer noch ein großes Problem. Zahnärzte und Experten arbeiten seit Jahren daran, Bewusstsein für Zahnpflege und Prophylaxe zu schaffen. Im von Colgate initiierten "Monat für Mundgesundheit" September, soll gemeinsam mit der Österreichische Zahnärztekammer Bewusstsein für Mundhygiene und Zahnpflege geschaffen werden.

1. Sie putzen zu fest

Auch wenn sich die Meinung in der Bevölkerung festgesetzt hat – es kommt nicht darauf an wie fest man putzt, sondern wie gründlich. Dr. Wolfgang Kopp, Prophylaxe-Referent der Österreichischen Zahnärztekammer erklärt, wie es richtig geht: „Die richtige Technik ist entscheidend! Die meisten Menschen halten ihre Zahnbürste fest in der Faust und schrubben horizontal über Zahnfleisch und Zähne. Mit der richtigen Putztechnik liegt die Zahnbürste wie eine Schreibfeder in der Hand und wird mit kleinen, vibrationsartigen Bewegungen über jeden einzelnen Zahn geführt. Fragen Sie ihren Zahnarzt nach der richtigen Technik!“ Denn gut gemeint ist beim Putzen oft das Gegenteil von gut. Durch zu festes Putzen kann der Zahnschmelz beschädigt und das Zahnfleisch nachhaltig verletzt werden. Die Folge sind Erkrankungen des Zahnhalteapparates und frei liegende (sehr schmerzhafte!) Zahnhälse.

2. Ihre Zahnbürste ist zu groß

Viele denken, eine große Zahnbürste vereinfacht das Putzen und reinigt gründlicher. In Wirklichkeit ist genau das Gegenteil der Fall. Greifen Sie eher zu Produkten mit kleinem, rundem Bürstenkopf und weichen Borsten. Sie erreichen so schwierige Stellen im Mundraum wesentlich besser und schonen Zahnschmelz und Zahnfleisch.

3. Sie wechseln Ihre Zahnbürste zu selten

Ihre Zahnbürste ist eine Keimfalle. Täglich werden Speisreste, Schmutz und Bakterien von Zahnfleisch, Zähnen und Zunge damit entfernt. Der Mund ist sauber, die Zahnbürste nimmt den Schmutz auf. Würden Sie die Borsten unter einem Mikroskop betrachten, würden Sie wahrscheinlich schreiend davonlaufen. Deshalb nicht vergessen: Mindestens alle 3 Monate die Zahnbürste wechseln!

4. Sie gehen nicht regelmäßig zur Kontrolle

Fast niemand geht gern zum Zahnarzt und trotzdem – regelmäßige Kontrolltermine sind bei Kindern und Erwachsenen extrem wichtig. Ein guter Zahnarzt informiert Sie über richtige Putztechnik, passende Zahnpasten und erkennt Probleme oder Erkrankungen im Mundraum sofort.

5. Sie trinken zwischendurch ständig süße Säfte

Ja, auch die Ernährung hat einen großen Stellenwert in der Zahnpflege. Wer zwischen den Mahlzeiten ständig süße Säfte trinkt, verhindert, dass der Speichel den natürlichen Schutzmantel der Zähne remineralisieren, also wiederherstellen kann. Bakterien im Mundraum haben durch den ständig zugeführten Zucker immer neues Material, den Zahnschmelz anzugreifen und Karies zu bilden. Bei Kindern kann Karies sogar zum frühzeitigen Verlust der Milchzähne führen. Dr. Wolfgang Kopp: „Milchzähne bilden eine wichtige Platzhalterstellung für die bleibenden Zähne. Wer schon die Milchzähne seiner Kinder richtig pflegt, kann sich und dem Kind die eine oder andere Fehlstellung und damit spätere Zahnregulierungen ersparen!“

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