Die 5 Gebote des Wanderns

Nicht jeder ist für einen Jakobsweg fit genug. So große Aufgaben sollte man erst einmal zuhause trainieren. Wir sagen Ihnen, wo und wie Sie richtig wandern.

In Zeiten wie diesen kann sich längst nicht mehr jeder teure Fernreisen leisten. Macht nichts – das Gute liegt bekanntlich so nah und ist auch viel gesünder, als wochenlang in praller Sonne am Sandstrand herumzulümmeln. Wandern dient der körperlichen Ertüchtigung, lässt Sie Ihre Heimat besser kennenlernen und erspart nicht nur Ihnen, sondern auch der Umwelt einiges. Wenn Sie also statt Kerosin lieber Kalorien verbrennen wollen, empfiehlt es sich, die 5 Gebote des Wanderns zu beachten:

1. Gebot: Du sollst eine Wanderkarte mitnehmen.

Wer sich in den Wald begibt und darauf hofft, dass Markierungen sicher ans Ziel führen, könnte enttäuscht werden: Holzfäller tun nichts lieber, als genau die Bäume zu schlägern, die Ihnen den Weg hätten weisen sollen. Statten Sie sich also mit dem richtigen Kartenmaterial aus, planen Sie die Route am Vorabend und informieren Sie sich über Verkehrsverbindungen zum Ausgangs- und Endpunkt Ihrer Wanderung.

2. Gebot: Du sollst den Wetterbericht ehren.

Sicher, es gibt Leute, denen es nichts ausmacht, sich im strömenden Regen über rutschige Waldwege zu schleppen und gelegentlich in den Gatsch zu fallen – aber mit denen wollen Sie nichts zu tun haben. Wenn die Hohe Warte (gern auch über ­Teletext oder das Internet) also am Vor­abend Ihres Ausflugs Unwetter ankün­digt, dann gehen Sie doch lieber in die Stadt einkaufen.

3. Gebot: Du sollst Proviant mitnehmen.

Wenn Sie sich auf Ausflugsgasthäuser an der geplanten Strecke verlassen, müssen Sie damit rechnen, dass die a) mittlerweile zugesperrt haben, b) ausgerechnet heute Ruhetag haben oder c) von Autotouristen überlaufen sind. Packen Sie also ein paar Wurst- oder Käsebrote, isotonische Getränke oder einfach eine Wasserflasche, Müsli- oder Proteinriegel ein. Von überfüllten Picknickkörben ist abzuraten – die Schnitzel mit Kartoffelsalat werden Ihnen spätestens nach drei Kilometern zu schwer. So oder so.

4. Gebot: Du sollst vernünftige Kleidung anziehen.

Oder: Der Waldweg ist kein Laufsteg. Moderne Sportunterwäsche, schweißsaugende Kleidung (also keine Kunstfaser-Trainingsanzüge!), Anorak und Sonnenhut können auch gut aussehen – aber darum geht es gar nicht. Spätestens dann, wenn die knall­bunten Freizeitkleidungsamateure Sie im Wald ebenso pitschnass wie neidisch angaffen, weil Sie eine Wetterhexe mithaben, sind Sie schöner als der Rest. Und klüger.

5. Gebot: Du musst praktisches Schuhwerk tragen.

Sollte es Laufschuhe geben, mit denen Sie auch auf Waldwegen gut zurechtkommen, dann ziehen Sie die an. Planen Sie aber Wanderungen, die mehr als einen Tag dauern und vielleicht sogar in die Berge führen, dann brauchen Sie Wander- bzw. Bergschuhe. Und die sollten Sie vorher so lange eingehen, bis Sie keine Blasen mehr an den Füßen bekommen. Wichtig sind auch dicke Woll- oder Sportsocken (ja, bei jedem Wetter …), die Blut im Schuh vermeiden.

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