Die 10 größten Mythen rund um Diät und Abnehmen

10 Kilo in 2 Wochen, Nulldiäten, Verzicht auf Süßigkeiten: Das sind nur einige der Mythen, die rund um das Thema Abnehmen kursieren. KiloCoach™ hat die wichtigsten für wienerin.at zusammengefasst!


1. Mythos: „Wenn ich abends nichts esse, nehme ich leichter ab!“

Richtig ist: Der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme entscheidet weder über eine Zu- noch über eine Abnahme. Sprich: wer sich bis 16:00 den Bauch vollschlägt, um dann Punkt 16:01 in den Fastenmodus überzutreten, wird kaum abnehmen. Tatsächlich entscheidet die Energiebilanz am Ende des Tages über Ihren Diäterfolg. Und die lässt sich nicht davon beeindrucken, wann Sie Ihr Essen zu sich nehmen. Heißt also: wer morgens große Mengen verzehrt und abends nichts isst, hat unter dem Strich dieselbe Kalorienmenge aufgenommen, wie jener der die Kalorien über den Tag verteilt. Für Ihren Körper macht es keinen Unterschied – für Ihr Abnehmvorhaben auch nicht.

2. Mythos: „Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sind besser als wenige große!“
Richtig ist: Es stimmt zwar: Kleine, über den Tag verteilte Essensrationen verhindern Blutzuckerschwankungen und halten die Leistungsfähigkeit konstant. Allerdings gibt es Menschen, die größere Mengen brauchen, um tatsächlich satt zu sein. Für sie kann die „iss 5 Mahlzeiten am Tag“-Empfehlung kontraproduktiv sein, zumal das Hungergefühl nicht abnimmt und die Gedanken weiter ums Essen kreisen. Es macht daher Sinn, selbst herauszufinden, wie viele Mahlzeiten Ihnen gut tun, anstatt stoisch Ernährungsvorgaben zu befolgen, die sich ohnehin ständig ändern.



3. Mythos: „Lightprodukte helfen beim Kalorien sparen!“
Richtig ist: Wussten Sie, dass der Begriff „light“ gesetzlich nicht geregelt ist? „Light“ bedeutet also nicht zwingend kalorienarm und kann unter anderem auch für „salzarm“ stehen. Bei klassischen „Light-Produkten“ wird Zucker oft durch Süßstoff ersetzt. Das spart zweifelsfrei Kalorien. Der Haken: jedoch nur in begrenztem Ausmaß. Man denke hier an Schokolade. Die „Zuckerkalorien“ werden entfernt, die „Fettkalorien“ bleiben erhalten. Ähnlich verhält es sich bei „fettarmen“ Lightprodukten, die zwar wenig Fett, jedoch massenhaft Zucker enthalten. Besser Sie greifen bei natürlichen „Lightprodukten“ wie Obst und Gemüse zu.

4. Mythos: „Wenn ich Sport mache, kann ich so viel essen wie ich möchte!“
Richtig ist: Wer abnehmen will, sollte nicht nur sich selbst am Schopf packen, sondern auch Ernährung und Bewegung Hand in Hand gehen lassen. Die gute Nachricht: Wer diese Grundregel beherzigt, braucht sich an keine strikten Diätvorgaben halten. Schnitzel und Schokolade müssen demnach nicht vom Speiseplan gestrichen werden. Die schlechte Nachricht: Ausgedehnte Schlemmerorgien sind dennoch nur in Ausnahmefällen gestattet. Denn der Kalorienverbrauch durch Sport wird häufig überschätzt. Ein Beispiel: Wenn Sie eine Stunde gemütlich mit 15 km/h Rad fahren, verbrauchen Sie in etwa die Kalorien, die in einem Käseweckerl stecken. Um den Energiegehalt eines Biers abzubauen, müssten Sie 40 Minuten locker schwimmen. Fazit: Sport ist definitiv der ideale Begleiter beim Abnehmen, kann eine gleichzeitige Ernährungsumstellung aber nicht ersetzen.

5. Mythos: „Je weniger ich esse, desto mehr nehme ich ab!“
Richtig ist: Um abzunehmen, setzen viele auf Crashdiäten! Keine gute Idee! Der strikte Verzicht auf Nahrung lässt den Jojo-Effekt schon in den Startlöchern scharren. De facto bringen Null-Diäten rein gar nichts – von drohenden Heißhungerattacken und tierisch schlechter Laune einmal abgesehen. Wer schnell abnimmt, senkt lediglich seinen Grundumsatz. Kontraproduktiv für Ihr Abnehmvorhaben! Ihr Körper denkt sich: „Hoppla, da kommt nichts = Hungersnot!“ und bunkert Gewichtsreserven, sobald Sie wieder normal isst. Eine gute Richtschnur für eine dauerhaften Gewichtsverlust: nicht mehr als 0,5 bis maximal 1 Kilo pro Woche abnehmen.

6. Mythos: „Abnehmen bedeutet Verzicht!“
Richtig ist: Verzicht hat beim Abnehmen nichts verloren! Warum das so ist? Versuche Sie einmal, nicht an einen „rosa Elefanten“ zu denken. Sie werden folgendes feststellen: das Rüsseltier, das eigentlich verschwinden sollte, tanzt munter vor Ihren Augen weiter. Ihr Gehirn kann mit Negierungen einfach nichts anfangen. Schon gar nicht beim Abnehmen. De facto steigern Verbote das Verlangen. Daher gilt: in Maßen ist alles erlaubt, was schmeckt. Tipp: Befüllen Sie eine Box mit 5 kleinen Portionen Süßigkeiten und versuchen Sie 1 Woche damit auszukommen. Sie bestimmen, wann und wie viel Sie davon naschen. Einzige Spielregel: nachfüllen ist erst nach 7 Tagen erlaubt.

7. Mythos: „Abnehmerfolge kann ich nur mit der Waage messen!“
Richtig ist: Wer abnehmen will, sollte seinen Erfolg nicht nur mit der Waage messen. Legen Sie hin und wieder zusätzlich das Maßband um Bauch, Hüfte und Oberschenkel an. Warum? Wer viel Sport betreibt, baut neue Muskelfasern auf. Muskelmasse ist naturgemäß schwerer als Fett. Sprich: Zwar verändert sich durch ein Bewegungsplus Ihre Körperzusammensetzung zum Positiven, dieser Erfolg ist auf einer einfachen Waage jedoch nicht immer offensichtlich sichtbar. Freuen Sie sich stattdessen über lockerer sitzende Kleidung – sie spiegelt den Abnehmerfolg am deutlichsten wider und zeigt Ihnen, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.

8. Mythos: „Wenn ich auf Kohlenhydrate verzichte, nehme ich leichter ab!“
Brot, Nudeln, Kartoffeln und Co sind als Dickmacher in Verruf geraten. Zu Unrecht!
Richtig ist: Tatsächlich sind die in diesen Produkten enthaltenen Kohlenhydrate wesentliche Bestandteile einer gesunden Ernährung. Wichtig: Kohlenhydrate sind nicht gleich Kohlenhydrate. Einfache Kohlenhydrate wie sie in weißem Zucker, Weißmehlprodukten und Süßigkeiten enthalten sind, sollten nur ganz selten auf dem Speiseplan stehen. Greifen Sie stattdessen besser zu sogenannten „komplexen“ Kohlenhydraten. Diese stecken vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Kartoffeln, aber auch in Obst und Gemüse. Im Gegensatz zu „einfachen“ Kohlenhydraten müssen „komplexe“ Kohlenhydrate erst aufgespalten werden und gehen so langsamer ins Blut über. Ein Vorteil: Sie fühlen sich länger satt - und happy obendrein! Denn Kohlenhydrate sorgen auch für gute Laune.

9. Mythos: „Ausdauertraining reicht beim Abnehmen!“
Richtig ist: Beim Abnehmen muss der Kalorienverbrauch größer sein als die Energiezufuhr. Klingt logisch! Ausdauersport hilft dabei, Kalorien abzubauen. So weit so gut! Alleiniges Ausdauertraining macht das Abnehmen jedoch ineffizient. Warum das so ist? Mit Cardiotraining findet kein Muskelaufbau statt. Der ist wiederum jedoch notwendig, um den Energieverbrauch anzukurbeln und der Einlagerung von Depotfett entgegenzuwirken. Mehr Muskelmasse bekommen Sie jedoch nur mit gezieltem Krafttraining. Die einfache Formel lautet also: Ausdauertraining + Krafttraining = schlanker und straffer Körper!

10. Mythos: „Abnehmen scheitert an meinem übervollen Terminkalender!“
Richtig ist: Zeitmangel muss kein unüberwindbares Hindernis sein. Sie finden gesundes Kochen zu aufwendig? Für einen Besuch im Fitnesscenter haben Sie keine freie Minute über? Resümierend stellen Sie fest, dass sich eine Diät so rein gar nicht in Ihrem Alltag integrieren lässt? Irrtum! Planen Sie Ihre Bewegungseinheiten mindestens eine Woche im Voraus und halten Sie diese schriftlich in Ihrem Terminkalender fest. Betrachten Sie diese Einträge als verbindlich – ähnlich wie die tägliche Zahnhygiene. Und wer will schon aufs Zähne putzen verzichten? Eben! Auch die Zubereitung eines gesunden Essens muss nicht mit einem Schlag Ihre zeitlichen Ressourcen eliminieren. Mit Gemüse aufgewertete Getreide- und Nudelsalate können problemlos und zeitsparend schon am Vortag vorbereitet werden. In Thermoskannen abgefüllte Suppen ergeben in Kombination mit einer Scheibe Vollkornbrot eine leichte und dennoch vollwertige Mahlzeit. Perfekt!

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