Die 10 größten Erkältungsfallen

Schnupfen, Halsweh, Husten und keine Ahnung woher? Damit sind Sie garantiert nicht alleine, denn irgendwoher muss die Erkältung ja kommen. Aber lässt sich eine solche umgehen bzw. wo lauern die Viren?

Es ist wieder mal soweit. Der Sommer ist vorbei, die Blätter der Bäume verfärbt und der Winter klopft bereits an die Tür. Wie jedes Jahr kommt er aber nicht allein, sondern bringt die achso beliebten Schnupfen-, Husten-, Halswehsymptome mit sich. Aber wo genau befinden sich nun diese Erkältungsfallen und wie kann man sie umgehen?

Top 10 Erkältungsfallen:

1) Achtung beim Anfassen - aber nicht beim Küssen!

Der amerkanische Schnupfen-Forscher Elliot Dick ist im Zuge seiner Untersuchungen mit verschnupften und gesundeten Studenten auf eine besonders interessante Tatsache gestoßen. Wenn man jemanden küsst, der erkältet ist, so ist die Wahrscheinlichkeit äußerst gering ebenfalls an Schnupfen oder einer anderen Erkältungsart zu erkranken. Tatsächlich geht man davon aus, dass die Erreger durch den Speichel in den Magen gelangen und dort durch die Säure getötet werden.

Küssen erlaubt trotz Erkältung!
Elliot Dick

Hingegen ist besondere Vorsicht geboten, wenn man Türgriffe, Kopiergeräte, Tastaturen, Telefonhörer, etc. angreift, da Erkältungsviren auf der Haut, in der Luft und auf fast allen Materialien locker bis zu 3 Stunden überleben. Da sich jeder Mensch täglich mehrmal zur Nase fasst, oder die Augen reibt, können die Viren direkt oder über die Tränenkanäle in die Nase gelangen, an den Ort, an dem sich die Erkältung entwickelt.

2) Viele Menschen bedeuten viele Viren

Da Viren beim Niesen bis zu 160 km/h schnell sind und etwa 4 Meter weit fliegen, ist es klar, dass bei dichtem Gedränge, in Straßenbahnen, im Restaurant oder vollen Wartezimmern die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, zu nahe mit einer verschnupften Person in Kontakt zu sein. Es reichen bereit 10-30 Viren in der Nase, um eine Infektion zu verursachen und dabei ist vollkommen nebensächlich, ob die Person ein intaktes Immunsystem hat oder nicht, denn wenn es einige Viren gelingt, sich auf der Nasenschleimhaut in der Region zwischen Rache und Nase festzusetzen, so dauert es nur 8-12 Stunden, bis die ersten Erkältungssymptome auftreten.

Entlastung für die Klimaanlage: Beim Fliegen sind Schlafmangel und der enge Kontakt zu den Mitreisenden die eigentliche Ursache für Ansteckungen
University of California

Wie eine Untersuchung ergeben hat, erkältete sich jeder Fünfte von 1000 Versuchspersonen auf einem zweistündigem Flug, unabhängig davon, ob die Klimaanlage lief, oder die Maschine mit Frischluft versorgt wurde.

Gönn' dir mal eine Verschnaufspause
Typischich.at

3) Schlaf ist wichtig für die Gesundheit

Das menschliche Immunsystem benötigt etwa 4-5 Stunden Schlaf um sich vollständig zu regenerieren. Sollte man jedoch auf weniger Stunden kommen, so werden die Killer- und Helferzellen bereit auf die Hälfte reduziert. Stress, Alkohol und Zigaretten sind weitere Faktoren, zusätzlich negativ auf die Abwehrkräfte und positiv auf Krankheitserreger wirken.

4) Kalte Füße sind in jeder Hinsicht unvorteilhaft

Tatsächlich haben nur wenige eine Fußbodenheizung und für viele stellen Hausschuhe eine schlimme Erinnerung an die Schulzeit dar, was dazu führt, dass die Füße schnell kalt werden können. Empfängt nun der Körper ein Kältesignal, so werden die Blutgefäße verengt und gleichzeitig die Durchblutung,auch im Nasen- und Rachenraum verschlechtert. Dies bedeutet eine weniger gut funktionierende Nasenschleimhaut und somit weniger Abwehrkraft für Viren und sonstige Bakterien.

5) G'sunde Jaus'n statt Fast Food

Wer sich ständig von Fertiggerichten, Fast Food und ungesunden Lebensmitteln ernährt, nimmt zu wenige Vitamine zu sich, die der Körper aber zur Abwehr von Krankheitserregern benötigt.

6) Viel Trinken hält den Körper gesund

Damit die Schleimhäute Viren und Bakterien optimal abwehren können, müssen sie immer schön feucht sein. Und da sie das nur dann sind, wenn man ausreichend Flüssigkeit aufnimmt (mind. 2 Liter pro Tag), lautet die Devise: Trinken, trinken, trinken! Achtung: Im Winter trinken die Leute zu wenig, da das Durstgefühl nicht in dem Maße auftritt, wie beispielsweise im Sommer. Daher muss man in den kalten Monaten besonders darauf achten, viel Flüssigkeit zus ich zu nehmen.

7) Achtung vor überheizten Räumen

Da wir uns vor allem im Winter zu etwa 90 Prozent in Räumen aufhalten, die mit Heizungsluft gewärmt werden, bedeutet dies für den Körper: trockene Luft und gleichzeitig trockene Schleimhäute. Da das feucht-schleimige Schutzschild dadurch nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt wird, können Viren leichter in den Körper eindringen und das Immunsystem schwächen. Daraus folgt: Immer wieder lüften, viel trinken, und abends zu Fuß an der frischen kalten Winterluft nach Hause spazieren, anstatt in überfüllten und beheizten Straßenbahnen zu stehen.

8) Zigaretten als Abwehrkiller

Dass Rauchen ungesund und tödlich ist, wissen wir bereits. Was wir aber noch nicht wussten ist, dass Zigaretten die Reinigungsfunktion der Schleimhäute stark behindern und so Erreger schlechter abtransportiert werden. Dieses Phänomen lässt sich nun auch leider bei Passivrauchern feststellen, allerdings in deutlich abgeschwächter Form.

9) Achtung bei Sport im Winter

Eine interessante Tatsache ist, dass stundenlanges, schweißtreibendes Laufen im Nebel, oder in der Kälte nicht krank macht. Im Gegenteil: Sport und Bewegung, egal ob drinnen oder draußen, sind ein gutes Training für das Immunsystem. Auf was man jedoch unbedingt achten muss ist, sich danach sofort umzuziehen und nicht mit nassen Haaren oder Kleidern in der Kälte zu verweilen, da dies die Abwehr strapaziert. Außerdem ist der Wechsel von besonders warm und eiskalt (wie im Winter auf den Skihütten und Pisten) schlecht für das Immunsystem.

10) Vermeiden Sie Dauerstress!

Stress ist in vielerlei Hinsicht negativ für den Körper. Besonders aber, da er das Immunsystem schwächt und man somit anfälliger ist, krank zu werden.

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