Deutscher Songcontest-Teilnehmer steht fest

Es steht fest wer heuer für Deutschland zum Eurovision Songcontest fahren wird. Im Gegenteil zu den letzten Jahren ist ein ganz berühmter Name am Start.

Zuletzt reisten oft Nobodys für Deutschland zum ESC - im kommenden Jahr soll es anders sein: Die ARD will Xavier Naidoo zum Eurovision Song Contest schicken. Der will "so schön und so gut singen wie noch nie in meinem Leben". Damit dürfen die Zuschauer bei der Show "Unser Song für Xavier" am 18. Februar nur noch über den Song abstimmen, mit dem der Künstler ins Rennen gehen soll.

Naidoo hat richtig "Lust auf ESC"

"Ich hab richtig Lust auf den ESC! Dieser völkerverbindende Wettbewerb ist für mich etwas ganz Besonderes. Und klar, ich trete an, um das Ding nach Hause zu holen", wurde Naidoo auf der Seite eurovision.de zitiert. Zuerst hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.

Xavier Naidoo wurde direkt nominiert - keine Fernsehwahl

"Ich will in den drei Minuten auf der Bühne zeigen, dass wir auch in Deutschland Musik mit Leidenschaft machen. Und zeigen, wofür ich stehe - für Liebe, Freiheit, Toleranz und Miteinander", sagte Naidoo. ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber sagte, Naidoo sei ein Ausnahmekünstler, der seit zwanzig Jahren seinen Platz im deutschen Musikleben habe. Deshalb sei er direkt nominiert worden. "Wir bitten die besten Produzenten und Komponisten Deutschlands, für Xavier zu schreiben." 2015 war Deutschland mit null Punkten auf dem letzten Platz gelandet.

Vergangenes Jahr wählte Deutschland in "Unser Song für Österreich"

Die ARD ändert damit ihr Konzept. Bisher gab es einen Wettbewerb, aus dem der deutsche ESC-Kandidat hervorging. Vergangenes Mal hatte Sieger Andreas Kümmert die Wahl nicht angenommen, so dass die zweitplatzierte Ann-Sophie in Österreich antrat.

Xavier Naidoo prägt seit 20 Jahren deutsche Musiklandschaft

Xavier Naidoo hat seine Alben in Deutschland millionenfach verkauft. Mit "Dieser Weg" lieferte Xavier Naidoo 2006 den Hit zum Fußball-Sommermärchen. Den Echo bekam er sechs Mal, zuletzt in diesem Jahr. Derzeit ist Naidoo mit den Söhnen Mannheims anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Band auf Tour.

Diskussionen rund um den Ausnahmekünstler

Mehrfach sorgte der Mannheimer mit indischen und afrikanischen Wurzeln für politische Diskussionen - etwa, als er am Tag der Deutschen Einheit vor den rechtspopulistischen sogenannten Reichsbürgern sprach, die Deutschland nicht als souveränen Staat anerkennen. 2011 hatte er ARD-Morgenmagazin erklärt: "Wir sind nicht frei. Wir sind immer noch ein besetztes Land."

Das nächste Finale findet im Mai 2016 in Stockholm statt, nachdem der Schwede Mans Zelmerlöw dieses Jahr mit seinem Song "Heroes" gewonnen hatte.

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