Deutsche Komikerin findet: "Feminismus nervt"

"Wenn ihr genervt seid vom Feminismus, dann entzieht ihm doch seine Notwendigkeit", sagt Sarah Bosetti.

Wenn Komikerin Sarah Bosetti auf der Bühne steht und "Feminismus nervt" ins Mikrofon ruft, klingt das beim ersten Hinhören ein wenig wie einer dieser Facebook-Hass-Kommentare, die man derzeit unter diversen Artikeln über Feminismus findet.

Ja, Feminismus ist anstrengend, mühsam und zäh... ABER

Was Bosetti aber eigentlich meint: Ja, Feminismus ist anstrengend, mühsam und zäh. Feminismus ist ein Kampf - aber es ist ein Kampf, der notwendig ist.

"Wenn ihr genervt seid vom Feminismus, dann entzieht ihm doch seine Notwendigkeit". Denn, so sehr man den Feminismus auch verabscheuen mag, am Ende des Tages hat Feminismus dennoch recht, resümiert Bosetti.

Die Komikerin schafft es in ihrer 3-minütigen Rede alle Klischees über den Feminismus zu bestätigen und dennoch dem Publikum klarzumachen, wie wichtig er für unsere Gesellschaft ist.

"Feminismus ist der kleine nervige Streber..."

Bosetti bringt es schließlich mit einer Metapher auf den Punkt: "Feminismus ist der kleine nervige Streber in der ersten Reihe, den niemand ausstehen kann."

Doch es ist eben dieser Streber, der trotzdem recht hat. Genauso wie jede höhere Instanz, die uns zu besserem Benehmen mahnt - und die wir genau deswegen nicht leiden können.

Wie man Feminismus los wird, fragt sie schlussendlich das Publikum? "In dem man Sexismus bekämpft", meint sie - und hat damit vollkommen recht.

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