Detox für den Kleiderkasten

Sie haben nichts anzuziehen, obwohl der Schrank überquillt? Zeit zum Ausmisten! Aber diesmal richtig. Wir zeigen, welche fünf Fallen auf dem Weg zur modischen Ordnung lauern – und wie Sie diese gekonnt austricksen.

„Ich behalte das Teil, weil der Trend sicher wieder kommt."

Es stimmt: Die Designer erfinden das Rad nicht immer neu. Doch auch wenn die 1970er modisch wiederkommen, werden sie jetzt anders interpretiert: Die Schnitte und Materialien ändern sich.

LÖSUNG: Was Sie in zwei Saisonen nicht getragen haben, kommt weg. Behalten Sie nur liebgewonnene Erbstücke, z. B. von Ihrer Mutter.

„Wenn ich fünf Kilo abnehme, dann ..."

... passt endlich das Kleid von Marc Jacobs. Und weil die Hoffnung zuletzt stirbt, gibt's mittlerweile eine ganze Stange an Outfits, die mal gepasst haben oder schon zu klein gekauft wurden. Problem: Mit jedem Teil steigt der Frust.

LÖSUNG: Starten Sie heute noch mit der Ernährungsumstellung. Wenn nicht, weg mit Größe 36. Eine „In-die-will-ich-passen-Maßhose" zu besitzen, reicht.

„Das ist in der Wartungsschleife!"

Die Klamotten passen noch perfekt. Bloß: Hier fehlt ein Knopf, da ist der Saum aufgegangen und dieses kleine Loch muss nur noch gestopft werden.

LÖSUNG: Setzen Sie sich eine Frist, bis wann die Sachen in Ordnung gebracht werden. Am besten sammeln Sie alles in einem Sack. Ist die Frist abgelaufen und nix passiert, weg damit. Es hat keinen Sinn, Outfits für den Fall der Fälle aufzubewahren.

„Das muss ich behalten, das hat ein Vermögen gekostet!"

Sie besitzen was von Designern, deren Preise im vierstelligen Euro-Bereich starten? Gut, dann tragen Sie die guten Stücke aber auch. Ihr Kasten ist kein Museum!

LÖSUNG : Versuchen Sie, Spontankäufe und zu viele Stiländerungen zu vermeiden. Wenn Sie sich in ein sündteures Stück verlieben: Schlafen Sie eine Nacht drüber, überlegen Sie (ehrlich), wie oft Sie das Teil tragen werden. Gibt es mindestens drei Anlässe, kaufen Sie's. Falls nicht, investieren Sie das Geld lieber in Basics und Accessoires.

„Ich kann das nicht weggeben, da hängen so viele Erinnerungen dran."

Seufz. „Das hat mir einmal so gut gepasst!" Das Kleid vom Maturaball, das erste Geschenk von Ihrem Mann, ... Gründe, Sachen aufzubewahren , gibt es genug. Aber der Platz ist eben begrenzt. Daher ...

LÖSUNG : Heben Sie sich aus jeder Lebensphase höchstens ein Stück auf. Stellen Sie sich die Fragen: „Ziehe ich das jemals wieder an? Will ich vielleicht, dass meine Tochter das später mal kriegt?" Wenn nicht, reicht oft auch ein Foto davon, um in Erinnerungen zu schwelgen.

Sind aussortierte Designersachen zu schade für die Altkleidersammlung, verkaufen Sie sie einem Secondhandshop. Das verdiente Geld können Sie in echte Lieblingsteile investieren.
Mit diesen fünf Tipps bekommen (und behalten Sie den Überblick in Ihrem Kleiderkasten.
1. Alles muss raus.
Es hilft nix: Wenn es Ihnen ernst ist, mit dem Chaos endlich Schluss zu machen, kommen Sie an folgender Übung nicht vorbei: Räumen Sie Ihren Kleiderkasten zunächst einmal komplett leer. Sie werden staunen, was da alles zum Vorschein kommt. Dann wird jede Lade und jedes Fach ausgewischt und mit Lavendelkissen oder Antimottenschutz (sicher ist sicher) versehen.
2. Denken hilft.
Überlegen Sie sich ein Ordnungssystem für Ihre Garderobe. Tipp: Trennen Sie etwa Business- von Freizeitkleidung. Es spart Zeit, genau zu wissen, wo man hingreifen muss. Im zweiten Schritt werden die Basics von raffinierten Gustostückerln, die als Kür für Outfits dienen, getrennt. Wer dann noch nach Farben sortiert, hat sich eine glatte Eins verdient.
3. Siehst Du mich?
Zu viele Kartons und Ordnungskisterln im Kasten fungieren wie ein Brett im Hirn: Man sieht nichts mehr. Besser sind transparente Boxen (etwa von www.clear-shoebox.com), so bleiben die Einzelteile präsent. Ordnen Sie diese Schachteln nach Themen (Tücher, Bademode, schwarze Strümpfe). Echtschmuck gehört in eine Schatulle, Modeschmuck kommt einzeln in transparenten Säckchen. So verwurschteln Ketten und Ohrringe auch nicht mehr.
4. Hilf mir!
Investieren Sie in (rutschfeste) Kleiderbügel, die alle gleich aussehen. Das macht den Schrank ebenfalls „ruhiger“ und übersichtlicher. Auch gut: Hosenbügel, die gleich mehrere Beinkleider tragen können. Rundbügel sind übrigens dankbare Halterungen für Gürtel und Taschen.
5. Trennung auf Zeit.
Der Winter ist vorbei, es lebe der Frühling: Sortieren Sie dicke Strickpullover und Wollhosen aus, um sich nicht täglich durch alle vier Jahreszeiten wühlen zu müssen. Verpacken Sie die Kleidung in Kartons und verstauen Sie diese an einem trockenen Ort. Wird’s wieder kalt, gehen Sie jede Box durch – und misten gleich vor dem Einräumen aus.

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