Deshalb solltest du dich wirklich auf den Toilettensitz setzen!

Denn ja, selbst wenn du den Sitz etwas grausig findest, kann es sonst schwere Folgen für deinen Körper haben.

Deshalb solltest du dich wirklich auf den Toilettensitz setzen!

Liebe Frauen, wir verstehen das Problem: Es ist eine öffentliche Toilette und wer weiß welche Keime und Bakterien sich darauf befinden, wessen Hintern bereits darauf saß und wann diese das letzte Mal gereinigt wurde. Der logische Impuls ist also, sich nicht wirklich drauf zu setzen sondern in einer Kniebeugeähnlichen Position zu verharren und sein Geschäft zu verrichten. Warum ist das aber ganz und gar keine gute Idee?

Erstmal vorweg: Der Po und die Oberschenkel einer Person, die die meiste Zeit des Tages bedeckt sind, sind in der Regel viel sauberer als die Hände einer Person, mit denen wir bei einer Begegnung, die einen Händedruck erfordert, kein Problem haben (oder vor der Pandemie hatten, je nachdem). Also bitte, setz dich hin und entspann dich, wir erklären dir wieso das wichtig ist!

Unentspannter Beckenboden

Der Beckenboden ist eine Gruppe von Muskeln, die an der Basis des Beckens sitzen - die Muskeln, auf denen du vielleicht gerade sitzt. Sie sorgen für die Aufrechterhaltung der Kontinenz, die Ausscheidung von Urin und Stuhl, stützen unsere Organe und unsere Haltung und verbessern die sexuelle Funktion. Wir benutzen sie die ganze Zeit.

Wenn du also über der Toilette schwebst, müssen deine Hüften dich in der Luft halten. Dadurch kann der Urin nicht vollständig abfließen und du leerst deine Blase nicht komplett. Der Weg des Urins ist beeinträchtigt, und die Harnleiter ist nicht so offen. Außerdem werden die Muskeln nicht entspannt und das kann die Funktion deines Beckenbodens beeinträchtigen und dazu führen, dass eine Reihe an Problemen auftreten, zum Beispiel dass du deinen Harn nicht mehr richtig halten kannst.

Gefahr von Blasenentzündung

Vielleicht drückst du auch etwas nach, damit der Urin schneller abfließt, denn es ist anstrengend, über der Toilette zu schweben, ohne sich hinzusetzen! Deine Oberschenkel brennen, und du denkst: "Lass uns das einfach beschleunigen." Häufiges Pressen/Nachdrücken beim Urinieren kann zu einem Beckenorganprolaps (Vorfall der Blase, der Harnröhre, des Dünndarms, des Mastdarms, der Gebärmutter oder der Scheide) beitragen.

Wenn wir die Blase nicht ausreichend entleeren, können durch den Restharn Bakterien entstehen, die das Risiko für Harnwegsinfektionen erhöhen. Dieser zusätzliche Urin kann auch zu Inkontinenz führen. Beides sind Dinge, die wir definitiv nicht möchten. Ich meine, wer hat schon gerne eine Blasenentzündung oder pinkelt jedes Mal ein bisschen, wenn er*sie niesen muss. Also bitte hinsetzen.

 

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