Deshalb sollten Sie Ihr Kind nicht mit Zahnpasta für Erwachsene putzen lassen

Wussten Sie, dass man den Zähnen Ihrer Kinder die falsche Zahnpasta vielleicht noch Jahre später ansehen kann? So putzen Sie richtig!

Karies gehört zu den am meisten verbreiteten Krankheiten. Fast 99% der Österreicher und Österreicherinnen waren im Laufe des Lebens schon davon betroffen. Klar, dass Eltern versuchen, Ihre Kinder vor schlechten Zähnen zu bewahren. Dabei ist es aber besonders wichtig, passende Kinderzahnpasten zu verwenden und auch die Milchzähne gut zu pflegen. Sie haben eine Platzhalterfunktion und sind Voraussetzung für gesunde bleibende Zähne.

Was unterscheidet Kinderzahnpasten von Erwachsenenzahnpasten?

Kurz gesagt: Der Fluoridgehalt. Fluorid gibt den Zähnen verloren gegangene Mineralien zurück und härtet den Zahnschmelz.

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) hat eine Fluoridierungsleitlinie zur Kariesprophylaxe herausgegeben, an der sich Hersteller von Kinderzahnpasten orientieren.

0-2 Jahre: Ab dem Durchbruch des 1. Milchzahnes 1x täglich Zähneputzen mti einem dünnen Film (Fluoridgehalt: 500ppm)

2-6 Jahre: 2x täglich Zähneputzen mit einer erbsengroßen Menge Zahnpasta (Fluoridgehalt: 500ppm)

6-12 Jahre: 2x täglich Zähneputzen mit entsprechend gekennzeichneter Zahncreme (Fluoridgehalt 1.400ppm)

Was passiert bei zu viel Fluorid?

Die passende Gabe von Fluorid ist nicht nur wichtig zur Stärkung der Zähne. Oft sieht man bei Erwachsenen weiße Flecken auf den Zähnen (diese können natürlich vielfältige Ursachen haben und sollten vom Zahnarzt beurteilt werden), die das ganze Leben lang bleiben. Ein häufiger Grund dafür ist zu viel Fluorid (z.B. durch falsche Zahnpflege) zwischen dem 6. und 8. Lebensjahr, wenn sich langsam die bleibenden Zähne ausbilden. Das Fluorid lagert sich zu schnell und in zu hoher Konzentration in die Zähne ein und bildet die weißen Flecken.

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