Deshalb ist es nicht egal, wo ihr eure Menstruationstasse kauft

Der Boom der Menstruationstasse ist nicht mehr aufzuhalten! Aber Vorsicht beim Kauf: Günstige Alternativen sind leider nicht immer empfehlenswert.

Seitdem der Boom der Menstruationstassen (auch Menstruationskappen) nicht mehr aufzuhalten ist, finden sich an jeder Ecke und in jeder Drogerie mehr oder weniger hochpreisige Exemplare der günstigen Alternative zu herkömmlichen Tampons. Aber ist es wirklich egal, welches Produkt wir kaufen?

Menstruationskappen: große Unterschiede in Qualität und Sicherheit

Wir haben bei Bettina Steinbrugger, Mitgründerin von erdbeerwoche.com, nachgefragt:

"Gerade beim Material von Menstruationskappen sollten Frauen genau hinsehen. Im Moment sind leider auch einige Trittbrettfahrer am Markt. Während es in anderen Bereichen bereits anerkannte Gütesiegel (wie GOTS, SOIL, EU Bio-Siegel etc.) gibt, die für die Qualität, Sicherheit und gesundheitliche Unbedenklichkeit des jeweiligen Produkts garantieren, gibt es dies im Bereich der Menstruationskappe leider noch nicht.", erklärt Steinbrugger. Viele Frauen gehen deshalb davon aus, dass jede Menstruatonskappe automatisch ein gesundes, nachhaltiges Produkt ist. Das stimmt so nicht! "Tatsächlich produzieren zahlreiche Hersteller ihre Menstruationskappen in China und nutzen nicht die höchste Klasse medizinischen Silikons. Auch Formaldehyd wurde schon in einer in China produzierten Kappe eines bekannten Herstellers gefunden."

Auch bei in Deutschland produzierten, in Drogeriemärkten erhältilchen Menstruationstassen aus Plastik sollte man vorsichtig sein. Bettina Steinbrugger: "Kunststoff ist um die Hälfte billiger als Silikon, hat aber laut Hersteller des Kunststoffs keine lange Lebensdauer (nur ca. 1-2 Jahre) und auch eine erhöhte Formaldehyd-Wahrscheinlichkeit ist gegeben."

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