"Der will doch nur spielen"

Neben "Der tut nix" die wahrscheinlich meist gerufene Aussage unter Hundehaltern, die ihren Hund dann doch nicht so ganz unter Kontrolle haben.

Erwachsene Hunde zeigen das echte, sogenannte "freie Spiel" eigentlich seltener, als die meisten denken. Welpen und Junghunde spielen ja noch wesentlich mehr, was eine Vorbereitung darauf ist, Auszüge aus verschiedensten Motivationskreisen später für den Ernstfall zu üben. Spielen dient also der Entwicklungsförderung. Erwachsene Hunde haben diesen Prozess weitestgehend hinter sich – sie zeigen echtes Spiel also in der Regel eher nur mit sehr vertrauten Hunden. Das kennen wir ja von uns selbst. Oder setzen sich erwachsene Personen manchmal mit Spielkarten in den Park und sprechen Fremde an, um sie zum Mitspielen zu bewegen? Eher nicht.

Als Kind hast du das natürlich getan - aber mit großer Wahrscheinlichkeit, um deine Kompetenzen zu testen und zu verbessern und dich schlicht auszuprobieren. Als Erwachsene spielen wir aber, wenn überhaupt, nur mehr mit vertrauten Freunden. Daher ist es durchaus sinnvoll, auch für seinen Vierbeiner ein paar ausgewählte Hundekumpels zu haben, mit denen er regelmäßig losgelöst und echt spielen kann.

Denn unter fremden Hunden gilt: Was oft als Spiel zwischen erwachsenen Hunden gedeutet wird, ist sehr oft (meist einseitiges) sexuelles Interesse, das dann zu einem Spiel wird, oder zum Beispiel auch territoriales Begrenzen, das oft als Jagdspiel interpretiert wird. Es gibt eine Reihe wichtiger Merkmale für echtes, losgelöstes Spiel, eines der wichtigsten dabei ist der Rollentausch. Dass also die Rolle zwischen Jäger und Gejagtem regelmäßig wechselt, um eine Ausgeglichenheit beider Spielpartner zu schaffen.

Über Missverständnisse in der Kommunikation klärt Hundetrainerin Conny Sporrer in ihren Vorträgen auf! Der nächste Vortrag dazu findet am 01.02. in Wien statt. Hier gibt es alle Infos!

Nach ihrem 2-jährigen Hundetrainer-Studium bei Martin Rütter in Bonn, leitet Conny Sporrer nun seit über 4 Jahren gemeinsam mit ihrem Team ihre eigene Hundeschule nach der Philosophie des „Hundeprofis“ in Wien. Bei DOGS werden aber vor allem die Menschen im richtigen Umgang mit ihren Hunden trainiert – Verständnis und Beziehung zwischen Hund und Halter spielen dabei eine ganz wichtige Rolle. Mittlerweile ist Conny selbst Dozentin für das DOGS Studium und gefragte Referentin und Fachautorin rund ums Thema Hund. www.martinruetter.com/wien

Aktuell