Der Vaginal-Furz: 11 faszinierende Dinge über Queefing

Warum der Vagina-Pups kein echter Pups ist, was der Schulterstand beim Yoga damit zu tun hat und warum all das nichts, aber auch absolut nichts ist, wofür wir uns schämen sollten.

Taco-Emoji, Trompeten-Emoji, Affen-Emoji

First things first: Eine vaginale Geräuschkulisse ist eine komplett normale Körperfunktion, die passiert, wenn zu viel Luft in die Vagina kommt. Der deutsche Begriff Vaginal-Furz oder -Pups ist zwar akustisch manchmal recht treffend (und jede*r weiß sofort, was gemeint ist), tatsächlich aber komplett falsch. Queefs (die deutlich hübschere, englische Bezeichnung) können nicht wie Blähungen zurückgehalten werden. Auch, wenn uns das schon bewusst war, und egal, wie oft wir uns daran erinnern, dass das alles ganz normal ist: Ein bisserl gschamig werden wir dann doch, wenn’s passiert.

Unterstützung ist auf dem Weg und wir sagen es nochmal laut und gemeinsam: Vaginal-Pupse sind normal. Und: Wusstest du, dass ihre Wahrscheinlichkeit von deinem Eisprung beeinflusst werden kann? Und dass es nicht wenige Menschen gibt, die Queefing sexy finden?

9 faszinierende Dinge über Vaginal-Furze

1. Es ist kein richtiger Pups
Sondern das Entweichen von Luft durch den Vaginalkanal. Ein Vaginal-Furz passiert, wenn zuvor Luft in den Kanal gekommen ist (nicht nur durch penetrativen Sex, nicht nur durch einen Penis), schlicht wieder raus muss.

2. Was du hörst, sind die Vibrationen der inneren Vulvalippen
Es ist ähnlich dem Geräusch klassischer Flatulenzen. Beim klassischen Pups, dem Entweichen von Verdauungsgasen durch den Anus, kommt das Geräusch von den sich bewegenden Pobacken.

3. Du kannst Queefs nicht wie Pupse kontrollieren
Weil du deinen Anus besser kontrollieren kannst als deine Vagina. Das Gewebe bei ersterem ist viel fester, die Muskeln haben eine größere Spannung und können dadurch viel direkter und schneller angesprochen werden.

4. Einige Positionen werden dich mehr zum Queefen bringen als andere
Penetration im Doggy-Style pumpt gelegentlich einiges an Luft in den Vaginalkanal, was dazu führt, dass beim Positionswechsel die Luft mit Pups-Geräusch entweicht. Grundsätzlich erhöhen schnelle Stellungswechsel das Queef-"Risiko".

5. Vaginal-Pupse können auch bei nicht-sexuellen Dingen entstehen: Hampelmänner, Yoga, Niesanfälle
Wir sagen nur: Sarvangasana, der Schulterstand im Yoga. Queefs haben prinzipiell auch nichts mit körperlicher Fitness zu tun, sondern sind eine rein anatomische Angelegenheit.

6. Es hat nichts damit zu tun, ob du vaginale Geburt hattest oder nicht
Egal, ob du ein, zwei, drei Kinder geboren hast, egal, ob die Babys groß oder klein waren: Vaginale Pupse entweichen uns allen ab und an.

7. Dein Zyklus kann damit zu tun haben
Während des Eisprungs oder der Menstruation ist der Beckenboden auf Grund von hormonellen Schwankungen nicht so fest, Luft kann also leichter entweichen.

8. Queefs können auf Partner*innen sexy wirken
Schließlich können Vaginal-Pupse ja durchaus auch eine Konsequenz von ziemlich gutem, hemmungslosem Sex sein. Und all jene, die sich von natürlichen Körperfunktionen abturnen lassen, sei ganz grundsätzlich gesagt: Danke, wiederschauen.

9. Wenn du die Wahrscheinlichkeit für Vaginal-Pupse minimieren willst, setz dich verkehrt aufs Klo
Das öffnet die Vulvalippen und den Vaginalkanal und erlaubt möglicher Luft, leichter zu entweichen.

10.Gleitmittel kann das Entweichen der Luft aus dem Vaginal-Kanal verzögern
Wir verweisen auf Punkt 9 zur weitestgehend kontrollierten Entweichung.

11. Es gibt tatsächlich nichts, was du dagegen tun kannst
Also lass es passieren, lach drüber, und lass dich dadurch ja nicht davon abbringen, Spaß zu haben!

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