Der Schönheit Helferlein

Über die Wirkung heimischer Pflanzen.

Über die Wirkung heimischer Pflanzen.

Trendwende: Jahrelang wurden vor allem exotische Pflanzen erforscht, weil diese marketingmäßig spannender zu verwerten waren. Jetzt konzentriert man sich auf Regionalität und das Unkraut hinterm Haus.

Efeu
Der rankende Efeu gilt als Symbol für Treue, Unsterblichkeit und ewige Jugend. Schon früh wurde er gegen Cellulite eingesetzt. Laut der Legende wirkte er nur dann, wenn man den über dem Kopf einer Statue wachsenden Efeu pflückte und ihn mit einem Stück rotem Stoff auftrug. Heute fördert die Pflanze in Körperpflegeprodukten den Abtransport von überschüssigen Wasseransammlungen im Gewebe.

Kamille
Die römische Kamille spielt seit Jahrhunderten in der Medizin eine universale Rolle: "Sie tröstet den Hypochonder, beruhigt den Hysteriker und hilft all denen mit schwachen Verdauungsorganen." Das Alphabisabolol, Hauptbestandteil des ätherischen Öls der Kamillenblüte, wird in vielen Kosmetikprodukten wegen seiner entspannenden und beruhigenden Wirkung eingesetzt.

Ringelblume
Calendula, eine typische Bauerngartenpflanze, war früher in der Volksmedizin sehr beliebt und wurde 1818 in der ersten Ausgabe des französischen amtlichen Arzeibuchs eingetragen. Die Ringelblume mit intensiv entzündungshemmenden und wundheilenden Eigenschaften wird in der Kosmetik aufgrund ihrer beruhigenden, feuchtigkeitsspendenden und geschmeidig machenden Eigenschaften verwendet.

Wiesengeissbart
In der Antike wurde der Wiesengeissbart gegen Gelenksbeschwerden und Rheumatismus eingesetzt, bevor er in Vergessenheit geriet. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts gelang es einem italienischen Chemiker, aus dieser Pflanze, auch Spirea genannt, Salicylsäure zu extrahieren. Diese entzündungshemmende Substanz machte unter dem Namen Aspirin Karriere. Der spezielle Clarins-Aktivstoff Vitacreatin wird durch einen biotechnologischen Prozess aus dem Wiesengeißbart gewonnen.

Wegwarte
Die Wegwarte wird für ihre medizinischen Eigenschaften seit mehreren tausend Jahren verehrt. Die Legende besagt, dass Druiden sie stes mit nüchternem Magen pflücken mussten. Der Extrat aus der Wegwarte, die sehr viel Zucker enthält, ist ein außergewöhnlicher Energielieferant für die Hautzellen. Außerdem besitzt die Wegwarte feuchtigkeitsspendende Eigenschaften.


Efeu (c) Katja Fiebig


Kamille (c) pixelio/Peter A.


Ringelblume (c) pixelio/Stihl024


Wiesengeissbart (c) pixelio/Joujou

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