Der neue In-Sex

Was lange Zeit als Tabuthema angesehen wurde, scheint zunehmend an Interesse zu gewinnen. Die Rede ist von Analverkehr. Immer mehr Frauen haben Gefallen daran gefunden oder sind zumindest neugierig geworden. Gehören auch Sie dazu? Dann lesen Sie hier weiter ...

Für viele Frauen ist der Gedanke an Analsex zunächst sehr befremdlich, wenn nicht sogar mit Gefühlen von Angst oder Ekel verbunden. Jedoch kann das Eindringen des Penis in den After nicht nur für den Mann sehr erregend sein, sondern auch für die Frau zu einem lustvollen Erlebnis werden.

Angst vor Schmerzen

Voraussetzung für diese Art von Sex ist in erster Linie, dass beide Partner damit einverstanden sind. Lassen Sie sich zu nichts überreden oder gar erpressen, was Sie nicht wollen. Da Analverkehr eine der intimsten Sexpraktiken ist, gehört vollstes Vertrauen dazu und ist daher bei einem One-Night-Stand eher nicht zu empfehlen.

Das erste Eindringen empfinden viele Frauen zunächst als eher unangenehm, da der Schließmuskel an ein Eindringen von außen nicht gewöhnt ist. Der Partner sollte daher sehr behutsam vorgehen. Verwenden Sie unbedingt Gleitgel oder Speichel, um Verletzungen vorzubeugen. Ist der Partner in Sie eingedrungen, sollte er sich eine Weile nicht bewegen, damit sich der Schließmuskel an den "Eindringling" gewöhnen kann. Sie können zum Üben auch Anal-Plugs verwenden. Diese gibt es in verschiedenen Größen und sind im Sex-Shop erhältlich.

Wichtig ist, dass Sie Ihrem Partner sagen, wenn Sie Schmerzen haben oder er sich vorsichtiger bewegen soll. Um sich nicht ganz ausgeliefert zu fühlen, können Sie auch die Geschwindigkeit angeben oder eine Stellung, zum Beispiel wenn Sie sich auf ihn in einer Art Reiterstellung hocken, wählen, bei der Sie die Tiefe des Eindringens und die Bewegung führen können. Sorgen Sie für eine entspannte Körperhaltung und eine angenehme Atmosphäre.

Ekelig?

Der Gedanke, dass da etwas mitkommen könnte, ist für viele Frauen ein wichtiger Grund, Analverkehr grundsätzlich abzulehnen. Wenn Sie jedoch Ihren Darm vorher entleeren, dürfte da nichts passieren. Auf Nummer sicher können Sie mit einer Analspülung gehen.

Falls Sie kein Kondom benutzen (ist jedoch sehr ratsam), ist es für die meisten angenehmer, wenn der Partner nicht in den After ejakuliert, sondern vor seinem Orgasmus seinen Penis rauszieht.

Falls Sie Angst haben sollten, dass Ihr After ausleiern könnte, können Sie beruhigt sein, da dieser Muskel sich durch Analverkehr nicht ausleiern lässt.

Zu Ihrem eigenen Schutz

Sauberkeit hat bei Analverkehr oberste Priörität. Sie können auch zum gemeinsamen Vorspiel und zur Entspannung zusammen unter die Dusche hüpfen. Prinzipiell ist besonders beim Analverkehr ein Kondom zu empfehlen. Da sich im Bereich des Afters besonders viel Bakterien tummeln und dort größere Verletzungsgefahr sowie Ansteckungsgefahr von Geschlechtskrankheiten besteht.

Achtung: Analverkehr ist kein Schutz vor einer Schwangerschaft, da Spermien durch die Reibung auch zur Vagina gelangen können. Falls Sie beim Verkehr zwischen After und Scheide wechseln wollen, müssen Sie unbedingt auch das Kondom wechseln, damit keine Bakterien in die Scheide eindringen können.

Eine Umfrage des Gynäkologen-Portals www.gyn.de aus dem Jahr 2003 ergab, dass:

* 25% der Männer und 23% der Frauen bereits Analverkehr hatten.

* 30,9% der Männer möchten gerne Analsex sowie 7,2% der Frauen.

* 32,3% der Männer lehnen Analverkehr ab und 56,7% der Frauen.

Durch die Enttaburisierung und zunehmende Aufklärung ist es jedoch wahrscheinlich, dass sich die Ergebnisse in den letzten Jahren zugunsten von Analverkehr entwickelt haben.

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